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Fast hätte uns der Dünnpfiff einen Strich durch die Rechnung gemacht, respektive in die Hosen. Frei, Huggel, Benaglio – die gesamte Mittelachse ausser Gefecht gesetzt durch einen fiesen Darmvirus. Die Verunsicherung war gross bei den Zuschauern gestern, als die Startaufstellung in Basel bekanntgegeben wurde.
Die Sorge war umsonst. Derdiyok, Fernandes und Wölfli haben ihre angeschlagenen Kollegen bestens ersetzt. Womit ein Grund für den Erfolg der Schweizer schon genannt wäre: Trainer Hitzfeld verzichtet auch auf seine Stars, wenn es sein muss. Seine Amtsvorgänger von Köbi Kuhn abwärts hätten vermutlich an ihren Lieblingen festgehalten.
«Am Glücksmantel kanns nicht liegen»
Ein anderer Grund: Hitzfelds Fähigkeit, den Nerven standzuhalten. Wäre er so nervös gewesen wie der Schreiber dieser Zeilen, er wäre mehrmals gestorben an diesem Abend. Das erste Mal in der 69. Minute, als Wölfli unverschämt lange tändelte im Kasten. Hau den Ball verdammt noch mal bitte früher weg, lieber Marco!
Am Schluss wars so, wies sein musste. Der Messias hat vollbracht, wozu er gerufen wurde. Oder profaner: Hitzfeld bringt die Nati an die WM 2010. Gestern hatte er den beigen Trenchcoat zu Hause gelassen. Allein am Glücksmantel kanns nicht liegen.
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Walter De Gregorio, Sportchef.