Terror-Gefahr in Afrika Alex Frei will mehr Bodyguards an der WM

Der SFV-Sicherheits-Boss Ueli Pfister sagt, wie er die Nati schützen will. Captain Alex Frei fordert Bodyguards.

  • Publiziert: 12.01.2010, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Benny Epstein und Andreas Böni
play Ueli Pfister muss für die Sicherheit der Nati-Stars sorgen. (Toto Marti)

Ist die Sicherheit an der WM in Südafrika gewährleistet? Diese Frage beschäftigt nach den Anschlägen beim Afrika-Cup derzeit die Fussball-Welt. Während Ludovic Magnin vorsorglich bereits entschied, dass er seine Familie zu Hause lässt, hat Marco Streller Angst um die Touristen, die für die WM nach Südafrika reisen.

Für die Sicherheit der Schweizer Nati ist Ueli Pfister (42) verantwortlich. Von BLICK erhielt Pfister den Übernamen «Ueli der Wächter», die Nati-Stars nennen ihn «FBI-Ueli». Gestern erhielt Pfister Post von der Fifa: einen Fragebogen zum Thema Sicherheit. Mitte Februar reist er dann ins südafrikanische Sun City, wo er einen Sicherheits-Workshop besucht. Pfister zu BLICK: «Dort kann ich alle offenen Fragen klären.»

FBI-Ueli ist sehr zuversichtlich, dass das Turnier für die Nationalmannschaft und den Betreuerstab problemlos verlaufen wird. «Das ist mein Ziel. Die Nati wird nie ohne Polizeischutz unterwegs sein.» Ein von der Fifa gestellter Security-Mann wird unsere Nati stets begleiten.

Bedenken hat Pfister, der seit drei Jahren für den Verband arbeitet, hingegen wegen den Fans, die der Nati auf den schwarzen Kontinent folgen. Pfister warnt: «Wer sich da nicht an die bekannten Vorschriften hält und sich abends draussen aufhält, geht ein grosses Risiko ein. Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch.»

Pfister appelliert an den gesunden Menschenverstand. «Wer nach diesem handelt, dem wird ziemlich sicher auch nichts passieren.»

Das Attentat auf den Mannschaftsbus der togoischen Nationalmannschaft bei deren Anreise zum Afrika-Cup schockiert den Sicherheitsexperten. «Das ist tragisch und nicht zu verharmlosen.» Dennoch beschwichtigt er: «Angola ist mit Südafrika nicht zu vergleichen. Und der Afrika-Cup auch nicht mit der Weltmeisterschaft.»

Die Polizei-Struktur in Südafrika sei gut, während in Teilen Angolas Bürgerkrieg herrsche.Ob nur Pfister die Nati begleitet oder weiteres Sicherheitspersonal aus der Schweiz mitreist, ist offen. Nati-Captain Alex Frei fordert Verstärkung: «Es wäre gut, fünf bis zehn zusätzliche Leute aus der Schweiz mitzunehmen, die für die Sicherheit der Nati sorgen.»

Pfister wird Freis Vorschlag überdenken. «Wir werden das intern besprechen.» Für mehr Sicherheit ist Frei sogar bereit, selbst zu zahlen: «Die Kosten könnte man aufteilen, sie sollten nicht dem Steuerzahler belastet werden. Ich glaube, dass die Spieler für ihre Sicherheit auch in die eigenen Taschen greifen würden, auch wenn
die Kosten eigentlich die Fifa tragen müsste.»

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Fussball

Ist unsere Nati an der WM in Gefahr?»

  • 62,4% JA – Auch die WM muss mit Terror rechnen.
  • 37,6% NEIN – Die WM ist absolut sicher.