Tod von Robert Enke schockt Deutschland Nati-Goalie wirft sich vor den Zug

Was für eine Tragödie! Deutschlands Nati-Goalie Robert Enke (32) hat sich gestern Abend vor einen Zug geworfen.

  • Publiziert: 11.11.2009, Aktualisiert: 09.01.2012
  • Von Heiko Ostendorp

Der schwarze Mercedes-Geländewagen steht einsam an einem Bahnübergang im niedersächsischen Örtchen Eilvese. Um 18.20 Uhr wird er bemerkt. Kurze Zeit später entdeckt die Polizei die Leiche von Robert Enke (32 †). Der deutsche Nationaltorwart hat sich vor einen fahrenden Zug geworfen. Sein Berater Jörg Neblung bestätigt fassungslos: «Es war Selbstmord.»

Eine Nachricht, welche die ganze Fussball-Welt schockt. Der sympathische Goalie von Hannover 96 hat sich umgebracht. Enke hinterlässt Ehefrau Teresa und Adoptivtöchterchen Leila (8 Monate). Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff, der gestern Abend seine Spieler und Betreuer informierte: «Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte.»

Das tragische Leben von Enke hat ein tragisches Ende gefunden

Rückblick: Am 17. September 2006 stirbt seine kleine Tochter Lara im Alter von zwei Jahren. Sie war mit einem Herzfehler zur Welt gekommen, musste drei Operationen am offenen Herzen über sich ergehen lassen. Nach einem harmlosen Eingriff am Gehör hört ihr geschwächtes Herz auf zu schlagen.

Doch Robert und Teresa starten einen Neuanfang, adoptieren im Sommer 2009 die kleine Leila. Enke wirkt endlich wieder glücklich, auch wenn seine sportliche Karriere weiter wie auf einer Achterbahn verläuft. Immer wieder werfen ihn Verletzungen zurück. Zuletzt stoppt ihn ein mysteriöser Virus vor den entscheidenden Spielen der Deutschen in der WM-Quali. Dadurch verliert er seinen Platz als Nr. 1 in der Nati, für die WM wäre er trotzdem gesetzt gewesen. Am vergangenen Sonntag stand Enke beim 2:2 gegen Hamburg letztmals im Tor seines Klubs Hannover 96.