«Meinem Freund Uli geht es gut» Günter Netzer besucht Hoeness im Knast

Zusammen mit Ottmar Hitzfeld hat Günter Netzer Uli Hoeness besucht. Für BLICK schildert er seine Eindrücke.

Verbundenheit: Netzer steht seinem früheren Nati-Kollegen Hoeness bei. «So gut ich kann.» play

Verbundenheit: Netzer steht seinem früheren Nati-Kollegen Hoeness bei. «So gut ich kann.»

imago/Sven Simon

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«Ich habe einen Uli Hoeness getroffen, der erstaunlich gefestigt ist. Er hat eine gute Einstellung zu seiner Situation gefunden. Aber ich glaube, es ist erleichternd für ihn, dass die Menschen in diesem Gefängnis den Uli Hoeness nicht persönlich gekannt haben. Die dachten, da kommt der liebe Gott persönlich, der hier gerade einzieht. Und Hoeness hat sich ganz normal benommen, hat sich integriert.

Ist der Mensch geblieben, der für alle immer wieder ein gutes Wort hat. Sowohl für die Mitgefangenen wie auch für Wärter. Die lernen einen völlig normalen Menschen kennen. Sie sind völlig überrascht. Und das, glaube ich, ist eine gute Erfahrung für die Mithäftlinge.

Wie Hoeness mit der Situation umgeht, ist bemerkenswert. Und deswegen bin ich sehr beruhigt und erleichtert und weiss, dass er diese Zeit ertragen kann. Denn das ist schon eine andere Welt. Ich habe schon einige Menschen im Gefängnis besucht. Ich weiss etwa, wie es da zugeht. Hoeness ist immerhin schon drei Monate da. Ottmar Hitzfeld, der beim Besuch mit dabei war, hat die gleichen Eindrücke. Das hat uns irgendwo beruhigt.

Es gibt nur eine Möglichkeit: Man muss die Situation akzeptieren und die richtige Einstellung dazu finden. Er bleibt mein Freund, darum besuche ich ihn. Sein Leben ist schwieriger geworden und wird es wohl auch nach dem Gefängnisaufenthalt sein. Aber ich stehe ihm zur Seite und unterstütze ihn so gut ich kann. Ich habe ihn ja auch schon in anderen Extremsituationen besucht.

Er war mal mit dem Flugzeug abgestürzt, da habe ich ihn auch besucht. In Hannover ist er in den Wald gestürzt. Während eines Länderspiels kam die Absturzmeldung. Es hiess, drei Passagiere seien tot, der Überlebende sei bekannt. Und es sei nicht Hoeness. Das war die Meldung im Stadion. Das hat sich nicht bewahrheitet. Und dann habe ich ihn im Krankenhaus besucht. Ich war HSV-Manager und er Bayern-Manager. Er ist ein guter Mensch, das hat er immer unter Beweis gestellt. Er hat immer ein offenes Ohr für Menschen, die in Not geraten sind.

Publiziert am 13.09.2014 | Aktualisiert am 13.09.2014
Netzer (l.) und Hoeness kennen sich fast 50 Jahre. play

Netzer (l.) und Hoeness kennen sich fast 50 Jahre.

dpa Picture-Alliance
Blick.ch im Hoeness-Knast

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6 Kommentare
  • Ferenc  Kovacs aus Minusio
    13.09.2014
    Wenn ich jedes Jahr 2 Millionen € bekomme, mache ich auch ein halbes Jahr Gefängnis
  • Jack  Wolf aus Rorbas
    13.09.2014
    Hoeness und Netzer, zwei Kultfiguren und Freunde, hoffentlich werden Sie noch lange sein!
  • Friedrich  Meyer 13.09.2014
    Nun ja und Herr Hoeness ist nicht ganz unschuldig an seiner Situation
    • Steve  Yzerman 13.09.2014
      Hat ja auch niemand behauptet. Immerhin steht er zu seinem Fehler und sitzt seine Strafe ab.
    • Reinhold  Huber - Mayer aus Phi Phi, Thailand
      13.09.2014
      @ Herr Yzermann, was glauben sie, war UH das Urteil sofort angenommen hat und nicht weiter gezogen wurde! Es wäre noch vieles raus gekommen, nicht nur bei UH sondern bei Div. andern Personen in und um den FCB und vielen hohen Politikern die Herr UH kennt
  • Toni  Lötscher 13.09.2014
    Warum immer so ein Theater? Hoeness soll die Strafe "absitzen" wie es andere Verurteilte auch tun. Leid tut er mir ganz sicher nicht.