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Die einstige geniale Nummer 10 von Argentinien ist als Nationalcoach überfordert. Nach den letzten Misserfolgen mit den «Gauchos» ist die Qualifikation zur WM in Gefahr.
Das Denkmal Maradona wackelt, ausgerechnet in seiner Heimat. Seine Flucht nach Italien, angeblich für eine Kur, gibt in seinem Heimatland viel zu reden. Statt sich um die Krise seiner Mannschaft zu kümmern, nimmt Maradona in Italien ein paar Pfunde ab.
Doch er ist nicht der erste Fussballheld, der als Trainer versagt: Im Jahr 1999 übernimmt Kevin Keegan das Traineramt Englands. Mit mässigem Erfolg. Im letzten Spiel im ehrfürchtigen Wembley-Stadion verlieren Keegan und sein Team ausgerechnet gegen Erzfeind Deutschland – das Aus für Keegan.
Noch kürzer als Keegan war der rumänische Karpaten-Maradona Gheorghe Hagi im Amt. Gerade mal fünf Monate hielt er 2001 das Zepter der Nationalmannschaft in seiner Hand. Nach der verpassten Qualifikation für die WM 2002 entschied sich Hagi nach nur vier Spielen zum Rücktritt. Der siebenfache rumänische Spieler des Jahres ist als Trainer gescheitert.
Auch Polens Nationalheld Zbigniew Boniek scheiterte als Trainer seines Landes. Als polnisches Aushängeschild kickte er in Italien bei Juventus Turin und der AS Rom. Dort feierte er Meisterschaften und Pokalsiege.
Doch als Natitrainer war sein Erfolg nur mässig. «Ich glaubte immer, ich sei der schlechteste Natitrainer Polens. Zum Glück war aber Leo Beenhakker noch ein bisschen schlechter.», sagte Boniek über seine Leistung.
Die Liste der «Versager» ist lang: Von Keegan und Boniek über Platini bis hin zu Hugo Sanchez. Alles Weltstars, die den Trainerjob besser einem anderen überlassen hätten.
Franz Beckenbauer bewies 1990, dass auch ehemalige Topspieler erfolgreiche Trainer sein können: Im WM-Final gegen Argentinien sicherten sich die Deutschen dank dem Penalty-Tor von Andreas Brehme den WM-Titel.