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Der Abstiegskampf tritt in die entscheidende Phase. Zweimal spielen die beiden Letzten Luzern und Vaduz gegeneinander. Wer steigt ab? Die Entscheidung fällt im zweiten Spiel, in Vaduz.
Doch bevor ich Ihnen sage, worauf es dort ankommt, muss ich etwas anderes loswerden: Die grösste Enttäuschung ist für mich der FC Sion. Unglaublich, wie man mit Spielern so schlecht spielen kann, die deutlich mehr Qualität haben als jene von Luzern und Vaduz. Ich habe die Walliser in Bellinzona spielen sehen. Sie traten auf wie ein Challenge-League-Klub. Sie können von Glück reden, dass sie gegen Luzern nicht verloren und einen gewissen Vorsprung haben. Denn einen anderen Trumpf haben sie definitiv nicht in den Händen.
Zum FCL: Seit Rolf Fringer dort Trainer ist, zeigt Luzern Persönlichkeit und hat ein gewisses Selbstvertrauen. Vor allem auf der Allmend. Denn die Situation ist für die Luzerner nicht einfach: In jedes Spiel steigen sie mit der Vorgabe, nicht verlieren zu dürfen. Das ermüdet und lähmt.
Der FC Sion hat diesen Druck nicht. Doch was macht er da- raus? Nichts! Ein Hohn, so was.
Der FCL hat zwei Handicaps: Er kassiert zu viele Tore. Bellinzona hat sich mit einer Serie von fünf Spielen mit nur einem Gegentor aus dem Sumpf gezogen. Und ein erster Auswärtssieg wäre vor dem Gang nach Vaduz hilfreich gewesen. Zu Hause dürfte der FCL mit den Liechtensteinern kaum Probleme haben. Der Showdown steigt deshalb im Ländle. Siegt der FCL auch dort und überholt Vaduz, bleibt er bis Ende Saison vorne und entgeht dem Abstieg. Es sei denn, er treffe in der Barrage auf St. Gallen.
Noch ein letztes Wort: Vielleicht wären die FCL-Bosse gut beraten, ihre Angestellten mit einer Zusatzmotivation heiss zu machen. Zum Beispiel mit einer Prämie, wenn sie aus den nächsten fünf Spielen zehn Punkte holen. Denn nichts macht Fussballern besser Beine als Geld.
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BLICK-Kolumnist Kubilay Türkyilmaz schreibt exklusiv über die Ausgangssituation im Abstiegskampf. (Blicksport)