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Kiassumbua hat keinen Vertrag, Xhaka wird mit Millionen geködert: 2009 waren sie U17-Weltmeister – heute trennen sie Welten

«Schneits in Luzern?», so begrüsst Granit Xhaka (19) seinen Ex-Kollegen Joel Kiassumbua (19), der mit einer dicken Jacke in die Basler Sonne kommt. 2009 wurden sie gemeinsam U17-Weltmeister. Seitdem verliefen ihre Karrieren in ganz unterschiedliche Richtungen.

  • Publiziert:
So feierten Kiassumbua (l.) und Xhaka 2009 mit der U17 den WM-Titel in Nigeria. play

So feierten Kiassumbua (l.) und Xhaka 2009 mit der U17 den WM-Titel in Nigeria.

(EQ Images)
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Wie lange habt ihr euch nicht gesehen?
Joel Kiassumbua:
Es müsste so vor gut einem Jahr gewesen sein, bei der Nacht des Schweizer Fussballs.

Was sind die ersten Gedanken?
Granit Xhaka:
Es ist schön, wenn man einen alten Kollegen wieder trifft, mit dem man so viel erlebt hat. Ich freue mich, dass Joel gesund ist.

Habt ihr die Karriere des anderen verfolgt?
Xhaka:
Ich wusste, dass Joel bei Luzern war, dann dachte ich bei Kriens. Dass er jetzt vereinslos ist, habe ich gerade erst erfahren. Das ist bitter und enttäuschend, denn er ist ein grosses Goalie-Talent.

Wie konnte es so weit kommen, Joel?
Kiassumbua: Nach der WM wurden wir alle in den Himmel gelobt, hatten Angebote. Viele Agenten riefen an und machten Versprechungen. Ich hatte ein Probetraining bei Stoke City, doch dann ging es abwärts. Bei Luzern wollte man mich nicht mehr, dann machte ich den Schritt zu Rappi, trainierte bei GC mit. Und im Dezember habe ich meinen Vertrag aufgelöst.

Warum?
Kiassumbua
: Ich fühlte mich nicht wohl, bin jeden Morgen um 5 Uhr aufgestanden, habe täglich vier Stunden Zugfahrt auf mich genommen. Bei Rappi hatte ich nicht mal einen Goalie-Trainer. All das hat sich auf meine Leistung ausgewirkt.

Was denken Sie, wenn Sie diese Geschichte hören, Granit?
Xhaka
: Es berührt mich wirklich, denn ich habe Joel mindestens in der Challenge League erwartet. Natürlich ist es für einen Goalie schwieriger als für einen Feldspieler. Auch Yann Sommer musste beispielsweise einen Umweg nehmen. Aber Joel darf jetzt die Geduld nicht verlieren, muss an sich glauben. Dann bin ich sicher, dass er wiederkommen wird.
Kiassumbua: Ich mache mir keine Gedanken, werde mein Ding schon machen. Ich war eine Zeit im Loch, das hat mich mitgenommen. Aber ich habe gelernt, mit der Situation umzugehen. Ich habe lieber mit 19 ein Tief als mit 30.

Joel, wovon leben Sie momentan?
Kiassumbua
: Meine Eltern unterstützen mich. Zudem habe ich etwas an­gespart. Ich wohne noch zu Hause, komme schon klar.

Auch Sie wohnen noch zu Hause, Granit.
Xhaka:
Es gibt bei uns im Kosovo so eine Regel, dass der Jüngste immer bei den Eltern bleibt. Mein Geld geht direkt an die Eltern, sie geben mir dann, was ich brauche. Das war schon immer so. Und ich denke, dass meine Eltern auch mitkommen würden, sollte ich irgendwann den Schritt ins Ausland machen.

Wann ist es so weit?
Xhaka:
Ich denke eigentlich schon, dass ich parat bin. Ich habe ge­nügend internationale Spiele gemacht mit dem FCB, mit der Nati. Aber für mich steht derzeit nur fest, dass ich auch nächste Saison wieder international spielen will.
Kiassumbua: Mit dem HSV wird das schwierig …
Xhaka: (lacht) Wir werden sehen.

Ihr gehört beide zu den einzigen Weltmeistern der Schweiz. Fluch oder Segen?
Kiassumbua
: Der Titel war eine Belastung. Plötzlich denkst du, du bist der Chef. Plötzlich hast du 1000 Freunde, die alle was von dir wollen. Aber auf wen man wirklich zählen kann, merkt man erst, wenn es nicht mehr läuft. Irgendwann kommst du in der Realität an.
Xhaka: Ich habe das auch gespürt, der Druck war riesig. Am Anfang findest du das alles geil, jeder wollte was von dir. Aber irgendwann kann es schon auch mal nerven, wenn du mit den Eltern essen gehst und ständig jemand ein Autogramm oder ein Foto will.

Was hat euch der WM-Titel gebracht?
Xhaka
: Es ist etwas, was wir für immer auf unserer Visitenkarte haben. Aber kaufen kann man sich dafür nichts, wie man bei Joel sieht.
Kiassumbua: Ich hätte mir vor allem etwas mehr Unterstützung vom Verband erhofft. Aber leider sind viele Absprachen nicht ein­gehalten worden.

Zum Beispiel?
Xhaka
: Ich habe mal gelesen, dass der Verband einiges Geld bekommen hat für den Titel …
Kiassumbua: (lacht) Dafür habe ich eine Uhr vom Verein be­kommen. Auch wenn die mich im Nachhinein im Stich gelassen haben.

Was heisst das?
Kiassumbua:
Bei Luzern wurde mir eiskalt ins Gesicht gelogen. Zuerst sagte man, man plane mit mir, dann kam nichts mehr. Auch von GC hatte ich die Zusage, dass sich der Goalietrainer nach der Winterpause meldet. Bis heute habe ich nichts gehört.
Xhaka: Der Profifussball hat halt auch seine dreckigen Seiten, da wird so viel Politik gemacht, Beziehungen spielen eine Rolle, dabei müsste vor allem das Leis­tungsprinzip das Wichtigste sein.

Haben Sie jemals das Gefühl ge­habt, gewisse Entscheide könnten auch mit Ihrer Hautfarbe zu tun haben, Joel?
Kiassumbua
: Definitiv! Mein Vater hat schon in der Jugend immer gesagt, ich müsse doppelt so viel machen wie andere. Auch auf dem Platz habe ich viel Rassismus erlebt, aber da gebe ich nichts drauf. Das gehört leider dazu.

Joel, wie geht es bei Ihnen weiter? Gibt es Angebote?
Kiassumbua:
Ich hatte Anfragen von YF Juventus, auch aus der 2. Liga. Das kratzt am Ego, das will ich mir nicht antun. Ich will zurück in den Profi-Fussball und zwar zu einem Verein, der mich langfristig will und mir das Vertrauen gibt. Leider schreckt die Ausbildungsentschädigung, die an Luzern gehen würde (rund 250'000 Franken, d. Red.) viele Klubs ab.
Xhaka: Wenn Du Hilfe brauchst, bin ich parat. Vielleicht kannst du dich ja bei unserer U21 fithalten.
Kiassumbua: Das wäre natürlich grossartig, aber ich werde jetzt nirgendwo betteln oder hausieren. Das hat auch etwas mit Stolz zu tun.

Haben Sie sich schon mit einem Plan B beschäftigt?
Kiassumbua
: Nein, so weit bin ich noch lange nicht. Ich habe in der Zwischenzeit zwei Sprach­diplome (Englich, Französisch) abgeschlossen, aber jetzt will ich mich voll auf den Fussball konzentrieren.

Geplatzte Träume: Das wurde aus unseren Weltmeistern

Torhüter:

Joel Kiassumbua (19): Vereinslos.
Benjamin Siegrist (20): Trainiert mit 1. Mannschaft von Aston Villa, spielt mit Reserves.
Raphael Spiegel (19): Spielt regelmässig in der Challenge League mit Brühl SG.
 

Verteidiger:

Ricardo Rodriguez (19): Nach Wechsel vom FCZ zu Wolfsburg Stammspieler in Bundesliga (12 Spiele).
Charyl Chappuis (20): Spielt regelmässig in der Challenge League mit Locarno.
André Gonçalves (20): War bei Aarau Stammspieler. Diese Saison 11 Einsätze.
Sead Hajrovic (18): Diese Saison 16 Spiele mit den Arsenal Reserves.
Janick Kamber (20): Diese Saison 13 Spiele mit Lausanne in der Super League.
Bruno Martignoni (19): Diese Saison 20 Spiele mit Locarno.
Robin Vecchi (20): 9 Einsätze mit Basels U21, nicht gesetzt.
Frédéric Veseli (19): Nur 3 Teileinsätze mit den Manchester United Reserves.
 

Mittelfeld:

Maik Nakic (20): Diese Saison 8 Einsätze mit Naters in der 1. Liga.
Kofi Nimely (19): Stammspieler bei Basels U21 mit 20 Spielen.
Oliver Buff (19): Seit Abgang von Margairaz Stammspieler beim FC Zürich (17 Spiele).
Pajtim Kasami (19): Hatte mit Fulham seinen letzten Einsatz am 26. Dezember 2011 (total 6 x Premier League, 9 x Europa League).
Matteo Tosetti (20): Gehörte beim FC Wohlen in der Challenge League in den letzten 7 Spielen zur Stammformation.
Granit Xhaka (19): Stammspieler beim FC Basel.
 

Sturm:

Igor Mijatovic (19): Gerade mal ein Spiel mit GC Biaschesi in der 1. Liga.
Haris Seferovic (20): Nach Rauswurf bei Xamax wechselte er zu Lecce in die Serie A. Erst zwei Einsätze mit 26 Minuten Spielzeit.
Nassim Ben Khalifa (20): Hatte bei YB 16 Einsätze. Aber es wird schwierig, an Bobadilla und Mayuka vorbeizukommen.
Roman Buess (19): Stammspieler bei Basel U21 (16 Spiele).

Alle Kommentare (10)

  • Pius  Schnyder
    Ja genau ino emeghara ist ja ein riiiiiesen star!! tztztz das ich nicht lache..... hat wohl nicht wirklich etwas mit Fussball kenntnis zutun!!! Tja so kans eim hald gehen.... man muss eben in gewisser hinsicht auch als profisportler ein schweinehund sein um in diesem Buisness bestehen zu können!!
    • 09.04.2012
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  • Tia  Steiner , via Facebook
    Norbert Steiner Charles Amoah und Inncent Emeghara wollte zuerst niemand.Zuletz wurden sie Chales Amoah für 6 Millionen zu Sturm Graz und Innocent Emeghara für 3.5 Millionen zum Fc Lorient verkauft. Sie wurden durch gute Trainer die ihnen das Vertrauen schenkten zu grossen Stars geformt.
    • 08.04.2012
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  • Tia  Steiner , via Facebook
    Norbert Steiner Wallenwil Wer kennt noch den Namen Charles Amoah?Von Frauenfeld zu Winterthur zurück zu Frauenfeld.Nach Aussagen nicht fähig,Pasta.VonFrauenfeld zum Fc Wil und siehe da ein neuer Star war geboren.Neues Umfeld grosses Vertrauen vom Trainer und vom ganzen Verein in kurzer Zeit der Liebling der Fans.Geht doch.Von Wil nach St.Gallen Meister und Torschützenkönig.VonSt.Gallen zu Sturm Graz für 6Millionen Franken.Schade dort wollte ihn der Präsident und nicht unbedingt der Trainer,Vertrauenwas dannach auch an der spielweise gesehen hat.Fast den gleichen Verlauf erlebte Innocent Emeghara.Von Winterthur zum FCZ zurück zu Winterthur,dann zu GC.Mit einem super Trainerbescheidener Lohn gegenüber anderen Verreinender junge Spieler mit Vertrauen und Gefühl zu Stammspieler reifen lässt.Nach gut 1Jahr verlässt Emeghara GC für 3.5Millionen mit einem Dankeschön an Trainer und Verein für die schöne Zeit und das Vertrauen. Spieler spüren wie das Vertrauen von Trainer und Verein ist und demnach werden auch ihre Leistungen ausfallen.Spielen wirklich immer die BestenSympathie und Unstimmigkeiten lassen grüssen ?
    • 08.04.2012
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  • Paul  Sacher , via Facebook
    Wenn Granit seine Überheblichkeit nicht so bald wie möglich ablegt, wird er den gleichen Weg gehen wie Kiassumbua. Sogar die FCB-Fans nerven sich mittlerweile gewaltig. Setzt den Jungen mal auf die Bank. Ein Wechsel jetzt schon ins Ausland hätte fatale Folgen für den sicherlich talentierten Fussballer. Wetten?
    • 08.04.2012
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  • hansr  bloch
    das ist immer das gleiche.da gebe ich den betreffenden eltern die schuld !! die wollen oder möchten die millionen jetzt schon sehen ????
    • 08.04.2012
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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 16 35:17 35
2 Zürich 16 31:17 33
3 St. Gallen 16 26:22 26
4 YB 15 23:18 24
5 Thun 16 21:19 23
6 GC 16 20:27 18
7 Aarau 16 16:23 16
8 Vaduz 16 13:26 15
9 Sion 16 15:22 14
10 Luzern 15 17:26 10