Keine Schweizer mehr im Europa-Cup Die fetten Jahre sind vorbei!

So schlecht wie diese Saison war die Schweiz im Europa-Cup seit acht Jahren nicht mehr. Jetzt kommt auch noch die Champions-League-Reform hinzu. Aber das hat auch ihre gute Seite.

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Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 18 49:15 47
2 YB 18 42:24 35
3 Sion 18 38:31 29
4 Luzern 18 36:33 29
5 GC 18 26:32 22
6 St. Gallen 18 20:27 21
7 Lausanne 18 30:34 18
8 Lugano 18 23:35 18
9 Thun 18 23:34 16
10 Vaduz 18 21:43 16
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Dieser Freitag ist kein schöner für den Schweizer Fussball. Nach Basel in der Champions League sind am Vorabend auch die beiden Europa-League-Klubs YB und Zürich ausgeschieden. So schwach waren die Schweizer Klubs im Europacup seit acht Jahren nicht mehr.

Kein schöner Tag! Aber wir tun gut daran, uns vor allem in der Königsklasse an diese Zuschauerrolle zu gewöhnen. Denn heute segnet die Uefa in Nyon ihre Champions-League-Reform ab, die ab 2018 die Hälfte der Gruppenphase-Plätze den grossen vier Ligen reserviert. Für die Kleinen wird es schwieriger, dabei zu sein.

Mit einer direkten CL-Quali kann die Super League nicht mehr rechnen. Schon gar nicht, weil wir in der massgebenden Fünf-Jahres-Wertung mit der jetzigen, enttäuschenden Saison noch weiter zurückfallen.

Basel in der Champions League? Das wird nicht mehr Standard sein wie zuletzt mit den regelmässigen Gruppenphasen-Teilnahmen. Es war gefühlter Alltag, der auch eine Sättigung mit sich brachte. Sprich: Ein FCB-Spiel in der Champions League war nichts Besonderes mehr.

Jetzt geht es zurück in die Zukunft! Mit der Uefa-Reform wird die Königsklasse für uns wieder zum Highlight. So, wie es in den 90er und in den Nuller-Jahren war. Damals sprach das ganze Land von der Champions League, wenn ein Schweizer Klub ran durfte. Fussball-Euphorie pur.

Es gab magische Nächte wie GC gegen Ajax 1996. Wie Basel gegen Liverpool 2002. Wie Thun gegen Sparta Prag 2005. Auch wenn die Zukunft hart wird: Diese Euphorie kommt wieder zurück – wenn es ein Schweizer Klub über die hohen Hürden schafft.

Und wenn nicht, toben wir uns halt in der Europa League aus.

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016

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27 Kommentare
  • Werner   Werhub, ☺ aus Globâle, Tuvalu, Vaiaku █ Fongafale
    10.12.2016
    ja besonders weil für jeden Club
    nur noch seine eigenen resultate und 5 Jahres Punkte zählen
    und er nicht für die Resultate
    anderer Clubs bestraft wird.

    das heisst für Basel zählen nur noch seine Punkte
    ebenso für YB FCZ Sion usw.

    d.h. für Basel ist es schwierig nach den Regeländerungen in die CL reinzukommen

    und für die anderen ist es unmöglich in die CL und El zu kommen.

    Gruss vom Atoll
  • Frank  Nero 10.12.2016
    Die CH sind wie Österreich.Die können einfach kein Fußball spielen.
  • Rolf  Wysshaar 10.12.2016
    Jetzt sollte nur noch SRF zurück zur Bescheidenheit und und nur noch Spiele mit Schweizer Beteiligung übertragen. Bei der UEFA spinnen sie sowieso, 4 Vertreter aus dem gleichen Land in der Meisterliga. Das ganze ist nur noch gaga. Kommt dazu, dass Klubs jetzt besser gestellt werden, weil sie vor 50 Jahren mal was gewonnen haben, die aktuell besseren Klubs aus kleineren Ländern schauen aber dafür in die Röhre. Ich schaue in Zukunft nicht mehr.
  • Ruedi  Lanz aus Aarburg
    09.12.2016
    Ich schaue seit Jahren praktisch nur noch ausländische Fussballspiele. Wenn ich die Resultate der Schweizer Klubs im internationalen Geschäft anschaue, komme ich zur Überzeugung, dass die ja eigentlich dort gar nichts verloren haben!
  • Walter  Krebs 09.12.2016
    Etwas Besseres hätte den Schweizer-Clubs nicht geschehen können. Zurück in die 90er und Nuller-Jahre, zurück in die Normalität - in die Bescheidenheit. Zurück zum Fussball der früher auch für die Zuschauer und nicht vor allem für die Geldmaschinen FIFA, UEFA und Medien gespielt wurde. Geld kann nicht nur den Charakter verderben, auch den Fussball und diesen hat es verdorben. Schade!
    W. Krebs, Bern