Wiesn-Lust statt Fussball-Frust

  • Aktualisiert am 03.01.2012
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MÜNCHEN - Nach den zuletzt blamablen Leistungen des FC Bayern München in der deutschen Bundesliga waren die Spieler zu Gast bei den Wiesn. Eine durchaus gesellige Ablenkung.

Die gezeigten Leistungen des Rekormeisters geben nicht gerade Grund zum Feiern. Doch die Bayern-Stars liessen sich die Stimmung nicht vermiesen, es ist ja Wiesn!

Sieben Punkten Rückstand

Die Krise der Bayern hält weiter an. Mit dem 3:3 gegen Marcel Koller VFL Bochum hat man nicht gerechnet. Zumal die Bayern bis zur 84. Minute mit 3:1 in Führung lagen. Mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten schafften die Bochumer die Überraschung und glichen zum 3:3 Endstand aus.

Damit steht der Titelverteidiger mit nur neun Punkten aus sieben Spielen auf dem 11. Rang. Und bereits sieben Punkte Rückstand auf den Tabellenführer, den Hamburger SV. Das ist der schlechteste Saisonstart seit 1977!

Wiesn als Ablenkung?

Wie jedes Jahr zum Abschluss des Münchner Traditionsfest stand am Sonntag ein gemeinsamer Besuch auf der Wiesn an. In Lederhosen und Dirndl gekleidet, genossen die Funktionäre und die Spieler in Begleitung ihrer Frauen das UR-bayrische Fest in vollen Zügen.

Es gab allen Beteiligten die Möglichkeit, sich vom Fussball-Frust der letzte Wochen abzulenken oder in einem Mass Bier zu ertränken.

Doch bald schon müssen sich die Bayern-Kicker wieder voll und ganz aufs Fussballspielen konzentrieren. Es gilt den Rückstand auf die Tabellenspitze zu verkürzen.

Der Startschuss zur Aufholjagt soll am kommenden Samstag seinen Anfang haben. Am liebsten mit einem Sieg im Südderby gegen den Karlsruher SC. (gwy)

Neururer: «Klinsmann bestbezahlter Lehrling der Welt»

In einem Interview gegenüber Sportbild.de schoss der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Neururer laut gegen den Bayern-Coach Jürgen Klinsmann und die Vereinsführung.

«Ich mag den Jürgen, hatte nie ein Problem mit ihm. Aber dass er die Bayern trainiert, das ist der Hammer. Diese Aufgabe macht Jürgen Klinsmann zum am besten bezahlten Lehrling im Weltfußball.», so Neururer.

Neururer sagte weiter, dass Klinsmann ein Lehrling im Bereich Trainer ist, obwohl er mit der deutschen Fussballnationalmannschaft den dritten Platz an der Heim-WM erreichte. Beim DFB sei Joachim Löw der Trainer gewesen und Jürgen Klinsmann nur als Teamchef und Motivator engagiert.

Kritisch sprach Neururer über die Personalpolitik des FC Bayern: Es sei sehr, sehr mutig gewesen, Klinsmann als Nachfolger von Hitzfeld zu engagieren. Genau genommen sei es aber auch eine Frechheit.

Neururers Meinung nach, hätten die Bayern einen erfahrenen, gut ausgebildeten Trainer holen sollen. «Das ist ein starkes Stück!», antwortet der ehemalige Bundesliga-Trainer.
Übt Kritik am Bayern-Coach! Der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Neururer- Keystone

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