«taz» nagelt Klinsi ans Kreuz - Bayern-Coach klagt

MÜNCHEN – Auf den Bayern-Trainer wird nach dem blamablen Ausscheiden gegen Barcelona in der Champions League mächtig eingetreten. Die «taz» nagelte Klinsi sogar ans Kreuz, das war dem Dauerstrahler zuviel.

  • Publiziert: 15.04.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
play Auch in den Medien musste «Klinsi» unten durch. Die «Tageszeitung» nagelte den Bayern-Coach ans Kreuz. (zvg)

Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hat es sportlich nicht leicht. Raus aus dem DFB-Pokal, blamables Ausscheiden in der Champions League gegen Barcelona und auch in der Bundesliga haben Magaths Wölfe aus Wolfsburg die Bayern ordentlich gerupft.

Grund genug für die deutsche Presse Jürgen Klinsmann nach allen Regeln der Kunst in die Pfanne zu hauen. Bislang hatte Klinsmann die Kritiker noch mit einem Lächeln abgewatscht, die «taz» hat es aber auch für den Göppinger zu weit getrieben.

«taz» nagelt Klinsmann ans Kreuz

Was ist geschehen? Die Berliner Tageszeitung «taz» hatte Klinsmann am Karsamstag in einer satirischen Darstellung am Kreuz abgebildet, neben der Schlagzeile «Always Look on the Bright Side of Life» als Anspielung auf den Monty-Python-Film «Das Leben des Brian» und mit der Unterzeile «Von Deutschlands Superstar zu Bayerns Buhmann».

Jetzt will der Bayern-Coach die Berliner Tageszeitung auf Schadenersatz und Unterlassung verklagen.

Laut «taz» habe die Zeitung ein entsprechendes Schreiben der von Klinsmann beauftragten Anwälte erhalten. Darin heisst es, dass sich Klinsmann «zutiefst und massiv» in seiner Menschenwürde und seinem Persönlichkeitsrecht verletzt fühle.

Bayern-Sprecher Markus Hörwick hatte die Darstellung des gekreuzigten Coaches bereits als «die vielleicht schlimmste Entgleisung, die es in den deutschen Medien jemals gegeben hat» bezeichnet. (raf)

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