Steuer-Vorwürfe gegen Superstar Jetzt redet Ronaldo!

Cristiano Ronaldo (31) gerät nach veröffentlichten Daten der Enthüllungsplattform «Football Leaks» unter Druck. Nun räumt der Portugiese mit den Anschuldigungen auf.

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Ist Cristiano Ronaldo ein Steuerhinterzieher? Ja, behaupten zumindest verschiedene europäische Medienhäuser, die von der Enthüllungsplattform «Football Leaks» mit Unmengen an vertraulichen Daten (18 Millionen Dokumente) versorgt wurden.

Die Vorwürfe sind heftig: Der Superstar von Real Madrid soll seit 2009 Werbeeinnahmen von 150 Millionen Euro am spanischen Fiskus vorbeigeschleust haben – und gerät deshalb jetzt ins Visier der Finanzbehörden.

Am Dienstagabend schaltete sich Ronaldos Arbeitgeber in die Affäre ein. Auf der Vereins-Website schreibt Real Madrid: «In Anbetracht der Meldungen, die während der letzten Tage publiziert worden sind, und unter Berücksichtigung des ausgestellten Zertifikats der Steuerbehörde, das beweist, dass Cristiano Ronaldo all seinen steuerlichen Pflichten nachkommt.»

Der spanische Rekordmeister fordere «den grössten Respekt für einen Spieler wie ihn, dessen Verhalten während seiner gesamten Karriere bei unserem Klub stets vorbildlich war.»

Beraterfirma zeigt Steuerdokument

Cristiano Ronaldo selbst gibt sich indes bedeckt – bis am Mittwoch nach dem Champions-League-Spiel gegen Borussia Dortmund. Dort spricht ihn eine Reporterin des portugiesischen TV-Senders «RTP» auf die brisanten Anschuldigungen an. «Glaubst du, ich mache mir Sorgen?», antwortet der dreifache Weltfussballer gelassen. 

Und weiter: «Wer nichts zu verheimlichen hat, hat nichts zu fürchten», sagt Ronaldo – und das mit einem Lächeln auf den Lippen. Am Donnerstag meldet sich das Beraterunternehmen Gestifute, zu dessen Klienten auch Cristiano Ronaldo gehört, zu Wort.

Es veröffentlicht ein Dokument mit dem Titel «Model 720», das im vergangenen März offensichtlich der spanischen Finanzbehörde zugestellt worden sei. Daraus ist zu entnehmen, das der 31-Jährige im Jahr 2015 ein Einkommen von 227,3 Millionen Euro versteuert hat. 23,5 davon auf der iberischen Halbinsel, 203,8 davon im Ausland.

Dazu lässt die von Starberater Jorge Mendes gegründete Firma vermelden: «Dieses Dokument bestätigt, dass das Steueramt Spaniens über Cristiano Ronaldos Vermögen und Einkommen Bescheid weiss. Von nun an wird der Spieler keine weiteren Stellungnahmen zu diesem Thema machen.»

Ob die Sache damit vom Tisch ist?  

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016

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5 Kommentare
  • Markus  Kohler aus thun
    09.12.2016
    Real und Barcelona haben selbst Steuerschulden im Milliardenbereich, die Spieler befolgen offenbar das gleiche Prinzip und der korrupte spanische Staat akzeptiert dieses Vorgehen. Damit stellt sich viel weniger die Frage nach Legalität, sondern nach der volkswirtschaftlichen Schädigung durch diese Schmarotzer.
  • T  S 09.12.2016
    Jene die viel haben, wissen wie es geht wenig zu bezahlen.
  • Andreas  Meier aus Zuerich
    09.12.2016
    Steuerlich mag das ganze den heutigen Gesetzen entsprechen, da ja Steuerumgehung legal ist. Es stellt sich die Frage wofuer Ronaldo 200 Millionen im 2015 erhalten hat. Das es sich dabei nur um Werbeeinnahmen handelt ist zu bezweifeln. Diese Summen kann die Wettindustrie leicht aufbringen und diese arbeitet ja meistens off-shore. Wuerde also passen....
    • David  Davidoff aus Bülach
      09.12.2016
      Ronaldo hat keine beinahe 250 Millionen im Jahr 2015 verdient, sondern das soll sein Gesamtbesitz sein! Nehme an, wenn er sogleich alle Daten offen legt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass er nichts zu verbergen hat!
  • drafi  schweizer aus berg
    09.12.2016
    bis jetzt hat noch nie jemand Steuerhinterziehung zugegeben, auf jeden Fall nicht öffentlich, und viele die es abgestritten, dementiert haben, wurden trotzdem geschnappt, genau wie bei Doping, man hörte immer nur, nein ich nicht, und dann !! es kann ja sein das Ronaldo Sauber ist, es wird sich in der Zukunft Zeigen