Krach mit Koller «Spinner» Scharner verlässt Teamhotel vorzeitig

Eklat vor dem Testspiel gegen die Türkei. Verteidiger Paul Scharner (32) verlässt das Teamhotel von Marcel Kollers Österreichern vorzeitig.

  • Publiziert: 15.08.2012

Bei den Österreichern knallt es schon vor dem Testspiel gegen die Türkei. Routinier Paul Scharner (32) verlässt das Teamhotel des Koller-Teams vorzeitig. Er soll einen Stammplatz in der Innenverteidigung gefordert haben. Ein Wunsch, dem Teamchef Marcel Koller nicht nachkommen wollte.

«Paul hat zuletzt zweimal von Beginn an gespielt. Gerade in der Innenverteidigung haben wir aber einige Möglichkeiten. Da er dies nicht akzeptieren konnte, hat er sich entschlossen nach Hause zu fahren», sagt Koller zur Nachrichtenagentur «SID»

Verband stärkt Koller den Rücken

Rückendeckung erhält Koller vom österreichischen Fussballverband. «Der Öfb - insbesondere Präsident Leo Windtner, Generaldirektor Alfred Ludwig und Sportdirektor Willi Ruttensteiner - wird Teamchef Marcel Koller in seiner Entscheidung bzw. weiteren Vorgehensweise vollinhaltlich unterstützen», heisst es in der Mitteilung Öfb.

Erst vor wenigen Tagen hat Scharner nach sechs Jahren in der Premier League einen Vertrag bei Thorsten Finks Hamburer SV unterschrieben. Ein Probetraining bei Eintracht Frankfurt führte zu keiner Zusammenarbeit.

Ex-Teamkollege: «Scharner ist ein Spinner»

Scharner gilt in Österreich schon länger als Querulant. Auf Flipcharts hält der gelernte Elektrotechniker seine kurz- und langfristigen Ziele fest und stimmt sich mit klassischer Musik von Mozart auf Spiele ein. James Morrison, Teamkollege bei West Bromwich: «Er ist ein Spinner».

2003 verweigerte Scharner gegenüber dem damaligen Austria-Wien-Trainer Joachim Löw die Einwechslung. «Er liess mich auf sieben verschiedenen Positionen spielen, irgendwann konnte ich nicht mehr», lautete Scharners Erklärung für den Eklat.

Im vergangenen Jahr schoss Scharner auch auf einen Kollegen aus der Nationalmannschaft. «Er hat nur Stroh im Kopf», lästerte er über Stürmer Marko Arnautovic. Er sei eben ein direkter Mensch, der sich mit Diplomatie schwer tue. (sh)

Alle Kommentare (2)

  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Zu guter letzt haben die Oesis noch die Türken geschlagen. Das bringt dem neuen Trainer noch zusätzliche Pluspunkte beim Verband. Na Servus Paul.
    • 15.08.2012
    • 47
    • 1
  • Daniel  Appenzeller
    Mäsi, komm zurück zum FC St. Gallen. Peischl stellt soeben eine Meistertruppe auf die Beine, nun brauchen wir nur noch einen Weltklasse-Trainer wie dich! Come back!

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