Neue Details im Wettskandal Spieler sogar vergiftet?

  • Publiziert: 27.11.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

Im Wettskandal dringen brisante Details an die Öffentlichkeit. Spieler sollen sogar vergiftet worden sein - von Klub-Ärzten und Hotel-Köchen. Ein Wettanbieter soll im Keller eingesperrt worden sein.

Was bringen die Ermittlungsakten noch ans Tageslicht? Die neuesten Details sind schockierend. Wurden Spieler mit Gift daran gehindert, auf dem Platz zu stehen?Burkhard Benecken, der Anwalt eines seit letzter Woche in Haft sitzenden mutmasslichen Drahtziehers, erklärte, dass gemäss Akten gegen Spieler auch Gewalt angewendet worden sei.Spieler vergiftet und Wettanbieter verschleppt?Auf «Bild.de» geht Benecken ins Detail: «Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll versucht worden sein, den Mannschaftsarzt eines slowenischen Teams mit Präparaten auszustatten, damit er dann die eigenen Spieler betäubt. Anti-Doping sozusagen.» Sollten die Spieler vergiftet werden, damit sie nicht ihr gewohntes Leistungsniveau erreichen?«Es sollen Chefköche von Luxushotels angesprochen worden sein, damit sie Giftstoffe in das Essen von Spielern mischen», behauptet Benecken.Und es geht noch weiter. Denn Beneckens Mandant ist kein Kind von Traurigkeit. Auf «Spiegel.de» erklärt Benecken: «Ihm wird vorgeworfen, dass er einen Wettanbieter aus Nürnberg verschleppt und drei bis vier Tage in einem Keller in Herten eingesperrt habe.» Der Mandant soll so versucht haben, Wettschulden von 100 000 Euro einzutreiben.Wettskandal wäre Fall für «Organisierte Kriminalität»Die Ermittlungsergebnisse heben den Wettskandal auf eine neue Ebene. Denn somit wäre die Affäre ein Fall für die Abteilung «Organisierte Kriminalität». Dies weil nicht mehr nur List und Täuschung im Spiel wären, sondern auch Gewalt.Benecken: «Das erinnert sehr stark an Methoden der Russen-Mafia.» (Si/sme)