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Adriano verkündet an einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro sein vorläufiges Karriereende. (AP)
«Ich werde eine Auszeit nehmen, weil ich die Lust am Spielen verloren habe. Ich möchte im Moment hier in Brasilien in Frieden leben», gab der Stürmer des italienischen Meisters Inter Mailand an einer Pressekonferenz bekannt.
Ein Paukenschlag! Adriano, der wegen diversen Eskapaden als Sorgenkind gilt, macht seinem Ruf alle Ehre.
Eskapaden und Depressionen
2006 und 2007 litt er wegen des Todes seines Vaters an Depressionen. Er baute sich in Brasilien bei Sao Paolo wieder auf und kehrte zurück zu Inter.
Bis letzte Woche: Nach dem WM-Qualispiel gegen Peru taucht er ab. Erst kommen üble Gerüchte über eine Ermordung auf, dann heisst es, er sei ein Stalker und verfolge seine Ex-Freundin.
Jetzt meldet sich Adriano zu Wort und verkündet eine schöpferische Pause.
In Mailand fühle ich mich unglücklich
Adrianos Berater Gilmar Rinaldi wird am Montag nach Italien reisen, um mit dem Serie-A-Leader über die Situation zu verhandeln. Der 27-Jährige hat bei Inter noch einen Vertrag bis Mitte 2010, den er aber nicht erfüllen will. «Am liebsten möchte ich nicht mehr nach Italien zurück», sagte Adriano, weil er sich in der Stadt Mailand unglücklich fühle.
Ein endgültiges Karriereende schloss der einst als «Limperatore» gefeierte Angreifer aus. «Darüber habe ich nachgedacht, aber ich brauche nur etwas Abstand vom Fussball, um über mein Leben nachzudenken», erklärte Adriano. (Si/keu)