Sepp Blatter packt aus «Habe keine Angst, meine letzten Tage im Gefängnis zu verbringen»

Sepp Blatter (80) erzählt in einem Interview, wieso er denkt, dass es die US-Justiz auf ihn abgesehen hat.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 «Po-Länderinnen» ziehen blank Fussball-Girls haben jetzt Ärger an der Backe
2 «Er macht die Mitspieler krank!» Legenden Henry und Murphy attackieren...
3 So geht Trainingscamp auf Bulgarisch Schönheitskönigin lässt...

Fussball

teilen
teilen
3 shares
20 Kommentare
Fehler
Melden

«Ich bestreite, dass ich mich zu Unrecht bereichert habe. Was mir die amerikanischen Anwälte vorwerfen, ist falsch», sagt Ex-Fifa-Boss Sepp Blatter in einem Interview mit «Le Monde».

Der Walliser vermutet, den Grund zu kennen, weshalb er ins Visier der US-Justiz geraten ist. «Ich bezahle nun dafür, dass die USA nicht den Zuschlag für die WM 2022 (in Katar, Anm. d. Red.) erhalten haben. Deshalb wurde auch Michel Platini beseitigt», erklärt die ehemalige Nummer eins der Fifa.

Er gesteht, dass er die Korruption innerhalb der Fifa zu spät erkannt habe. «2011 reagierte ich und forderte von den Mitgliedern des Exekutivkomitees die Schaffung der Ethikkommission», blickt Blatter zurück.

Am 5. Dezember war Blatter vor dem CAS mit seinem Einspruch gegen die von der Fifa-Ethik- und später der Fifa-Berufungskommission verhängten Sperre über sechs Jahre gescheitert. Wegen einer dubiosen Millionenzahlung an seinen damaligen Stellvertreter Michel Platini war Blatter zunächst für acht Jahre gesperrt.

Das Urteil will der 80-Jährige definitiv nicht vor ordentlichen Gerichten weiterziehen. «Ich habe keine Angst, meine letzten Tage im Gefängnis zu verbringen», begründet er seinen Entscheid.

Wie die Fifa zudem einen Bericht von «Sky» bestätigt, wurde Blatter aufgefordert, bis Ende Woche seinen über 100'000 Franken teuren Mercedes zurückzugeben. Aufgrund des laufenden Verfahrens habe er seinen Dienstwagen (samt Fahrer) offenbar behalten.

Zudem kann sich Blatter einen Seitenhieb gegen seinen Walliser Nachfolger Gianni Infantino nicht verkneifen. Über Infantinos Pläne, die WM künftig mit 48 Teams durchzuführen, fragt Blatter: «Wieso sollen nicht gleich 128 Mannschaften teilnehmen?»

Und auch die neue Generalsekretärin, Fatma Samoura, kriegt ihr Fett weg. Blatter meint trocken: «Sie hat keine Ahnung von Fussball.» (rae)

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016

Neueste Videos

20 Kommentare
  • Lorenzo  Ciliberto aus Zürich
    20.12.2016
    Er sollte endlich aufhören die Öffentlichkeit anzulügen. Und ja, er soll ins Gefängnis, falls er verurteilt wird.
  • Max  Stirni 20.12.2016
    Ich will dem guten Sepp ja nicht die Laune verderben aber seine letzten Tage wird er garantiert in einem Sarg verbringen.

    Übrigens, Blick, irgendwas stimmt mit den Kommentaren nicht bei den Artikeln zum Anschlag in Berlin, der Schiesserei in Zürich und dem Attentat auf den russischen Botschafter. Es sind 20 Comments angezeigt aber sie sind nicht sichtbar? Ihr wollt doch nicht etwa eure Leser Mundtot machen? Nein, das kann ich mir so kurz vor Weihnachten nun wirklich nicht vorstellen!
  • Peter  Rappo aus Feldkirch
    20.12.2016
    Wer`s glaubt wird Seelig. Genau so wie er am anfang immer behauptet hat er sei Unschuldig. Vermutlich hat es jetzt schon die Hosen voll aber behauptet auch da das gegenteil.
  • Armin  Bruesch aus Thusis
    19.12.2016
    Bis die Schuld bewiesen ist gilt auch für ihn: "Die Unschulds-verutung." Wenn faktische Schuld bewiesen werden kann, dann sofort ab hinter eisernen Gardienen. das Problem ist halt, dass alles ausgezögert wird.
  • thomas  brunner aus Bönigen
    19.12.2016
    Eigentlich schon Krass. Die Allgemeinheit erhebt den Anspruch auf den Professionellen Fussball als Allgemeingut, sogar als Menschenrecht. Lässt die Leute die dafür 20 Stunden im Tag aufwenden, Ihren Schnitt nicht machen. Hat jedoch absolut nichts dagegen, wenn die von uns nach Bern gewählte Politiker, Verwaltungsratsmandate zu je 250K CHF jährlich garnieren und weitere Häfeli-Deckli Seilschaften mit Cash umgarnt werden. Oder unser Chef, die IT-Infrastruktur bei einem unserer Kunden einkauft.