Sepp Blatter bleibt 6 Jahre gesperrt «Ich fühle mich vorverurteilt!»

Sepp Blatter (80) bleibt sechs Jahre suspendiert! Dies bestätigt gestern auch der Internationale Sportgerichtshof CAS. Im BLICK wehrt sich der Ex-Fifa-Präsident.

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BLICK: Guten Tag, Herr Blatter...
Sepp Blatter: In der Tat ein wunderschöner Nachmittag, mit der ganzen Sonne...

Für Sie nicht nur. Der Internationale Sportgerichtshof hat Ihre Sperre von 6 Jahren bestätigt.
Ach hören Sie, das hat man doch kommen sehen. Der Verlauf dieses Verfahrens war klar und der Ausgang nicht anders zu erwarten. Ich fühle mich schon vorverurteilt. Das Grundprinzip ist doch, dass die Anklage beweisen muss, dass der Angeklagte schuldig ist. In meinem Fall kam es mir fast so vor, als ob der Angeklagte seine Unschuld beweisen muss.

Michel Platini bekam im Februar 2011 zwei Millionen Franken. Aus Ihrer Sicht für Dienste, die dieser von 1999 bis 2002 geleistet hatte – das CAS glaubt Ihnen das nicht.
Der mündliche Vertrag zwischen mir und Michel Platini wurde einmal mehr in Frage gestellt – obwohl es mehrere Zeugen dafür gibt. Dabei ist es doch ganz einfach: Die Fifa hat Michel Platini für seine Dienste etwas geschuldet, und diese Schuld wurde dann beglichen. Auch in einem Uefa-Protokoll tauchte der Vorgang auf, auch das wurde ignoriert. Aber irgendwann wird in den Geschichtsbüchern hoffentlich dann mal stehen: Der Blatter hat in seinen 41 Jahren viel Gutes für den Fussball gemacht.

Werden Sie das Urteil akzeptieren?
Ja, ich nehme es an und lebe damit.

Ihr Traum vom Fifa-Ehrenpräsident ist damit aber begraben.
Schauen Sie, ich habe in meinem Leben so viele Ehrungen bekommen, ich kann auch so gut weiterleben. Auch ohne Komplimente.

Sie erlitten vor einem Jahr einen Zusammenbruch, es folgte eine Rückenoperation. Wie gehts Ihnen heute?
Ja, ich bin am 1. November vor einem Jahr in die Mühlen des Gesundheitsgeschädigten gefallen. Dann kam noch der Rücken dazu, ich musste operiert werden. Auch das Laufen fällt mir seither schwerer, aber ich bin auf dem aufsteigenden Ast. Und wichtig ist doch in erster Linie, dass das Herz klopft, denn über dieses läuft die Liebe. Zu meiner Freundin Linda, zu meiner Tochter Corinne und zu allen Familien-Mitgliedern. Gesund sein und Menschen zum Anlehnen haben, das ist das, was das Leben lebenswert macht.

Haben Sie denn nun richtig schön Zeit ohne die Fifa?
Ich hoffe, dass wir beide – Sie und ich – noch viele Projekte auf dieser Erde haben. Ich persönlich habe mit 80 Jahren immer weniger Zeit. Aber ich bin sehr gefragt für Vorträge und schreibe auch das eine oder andere, das dann mal erscheint. Ich hoffe, ich kann noch vieles bewegen.

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016

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19 Kommentare
  • Kurt  Stauffer aus George
    06.12.2016
    Der Sepp sollte endlich aus dem Rampenlicht verschwinden!Er macht sich lächerlich!Aber er glaubt an seine Unschuld und wen er 100 Jahre alt wird!!
  • Marco  Goby 06.12.2016
    Der gute Sepp ist wie Arnold Schwarzenegger in seinen Terminator-Filmen! Sein Motto:
    ILL BE BACK!!!
    Wetten, dass er mit 86 Jahren wieder von sich hören lässt!?
  • Annemarie   Setz 06.12.2016
    Ich bin beileibe kein Fan von Sepp Blatter, kann seine Sucht zur Selbstdarstellung nicht verstehen, aber Sepp Blatter hat auch Positives geleistet. Lasst doch diesen alten Mann seine paar Jährchen in Ruhe und lockert die Sperre.



    • Donato  Maurer , via Facebook 06.12.2016
      Es ist doch egal ob er für 1, 6, 10 oder 20 Jahre gesperrt ist, er macht sowiso nix mehr im Fussball! Der Mann soll den Latz halten und sein restliches Leben geniessen, schluss aus!
  • Thomas  Schnoz , via Facebook 06.12.2016
    Vielleicht hat er ja ein letztes Mal Glück und sein Mausoleum - das FIFA- Museum - wird auch künftige Generationen an die Lichtgestalt und den Heilsbringer aus dem Wallis erinnern. Es sei denn, die FIFA schleife das unnötige und überdimensionierte Mahnmal....
  • Aron  Ottiger 06.12.2016
    Werden nie begreifen warum dieser Reiche Mann sich nicht einfach zur Ruhe setzt und den Rest des Lebensabend noch genießt. Aber nein, man muss noch im Blick kommen und wettern warum man diesen Top Job nicht mehr hat oder bei der Organisation mitmachen. Gier, Stolz und Macht ist eine Krankheit bis zum letzten Atemzug,so wie es aussieht.