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Der Schweizer Fifa-Schiri Claudio Circhetta bald mit zwölf Augen. (Keystone)
Seit der Einführung der Rückpassregel vor 17 Jahren wird das die wichtigste neue Regelung im Fussball: In der neuen Europa League werden sich statt wie bisher acht nun zwölf Augen auf das Spielgeschehen konzentrieren.
Neben den beiden Linienrichtern und dem sogenannten «vierten Offiziellen» (er beobachtet die Trainerbänke) bekommt der Schiedsrichter zwei weitere Assistenten zur Seite gestellt.
Wichtigste Regeländerung seit 17 Jahren
Diese werden den Referee bei umstrittenen Entscheidungen im Strafraum unterstützen. Vor allem bei der Frage, ob der Ball nun hinter der Linie war oder nicht, sollen sie dem Schiri helfen.
Auch bei strittigen Penaltyszenen oder versteckten Fouls können sie ihrem Chef – mit dem sie via Headset verbunden sind – melden, was sie gesehen haben. Den letzten Entscheid fällt weiterhin der Hauptschiri.
Letzte Woche wurden total 48 Refs (darunter die Schweizer Claudio Circhetta und Sascha Kever) im Uefa-Hauptsitz in Nyon VD speziell ausgebildet.
FCB profitiert
Eingesetzt werden die neuen Assistenten ab Mitte September in den total 144 Gruppenspielen der Europa League.
Das heisst, der FC Basel wird in den Genuss dieser Neuerung kommen. Denn niemand zweifelt daran, dass sich die Bebbi nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen den FK Baku heute Abend im Joggeli definitiv qualifizieren werden.
Und wann kommt die Neuerung in der Schweiz? Schiri-Boss Urs Meier: «Wird dieser Test ein Erfolg, ist es schon möglich, dass das auch in der Super League eingeführt wird. Aber das kann noch lange dauern.»