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Es läuft die Schlussphase im 4.-Liga-Aufstiegskrimi zwischen dem FC Herisau und den Serben des FC Gossau. Die sonst schon emotional geführte Partie eskaliert. Nach Fouls und dem darauffolgenden Gemotze fliegen vier Gossau-Spieler vom Platz. Das Spiel endet 2:2.
Zu viel für die Nerven eines Gossauers. Nach dem Schlusspfiff soll er sich den Schiri vorgeknöpft und ihn sogar mit einem Faustschlag tätlich angegriffen haben.
Herisau-Trainer Urs Frischknecht, Augenzeuge der Geschehnisse, gegenüber Radio FM1: «Er ging auf den Schiedsrichter los und verpasste ihm einen Faustschlag.» Seine Spieler seien dazwischen gegangen und hätten den Schiri in die Kabine begleitet. Frischknecht selbst brachte danach den sichtlich geschockten Unparteiischen zu seinem Auto. «Ich wartete, bis er weggefahren war. Denn er hatte eine unglaubliche Angst», so Frischknecht weiter.
Doch damit nicht genug! Laut Frischknecht soll auch Sinisa Mladenovic, Trainer der Gossauer Serben, ausgetickt sein und sogar Morddrohungen gegen den Spielleiter ausgestossen haben: «Er sagte zu mir: ‹Du kannst meinetwegen die Polizei rufen. Ich finde den Schiedsrichter schon. Er ist ein toter Mann›!»
Gegenüber FM1 aber will Mladenovic nichts von den Vorwürfen wissen: «Es kam nie zu einer Todesdrohung.» Er garantiere, dass keiner seiner Spieler den Schiri geschlagen habe.
Gossau-Präsi Roland Gnägi will nach dem freiwilligen Abstieg der ersten Mannschaft in die 1. Liga eigentlich nur noch Ruhe in seinem Verein. Und jetzt passiert so etwas!
Von den Unschuldsbeteuerungen und Entschuldigungen seines 4.-Liga-Trainers will er nichts mehr wissen. «Einen Schiedsrichter greift man nicht an. Solche Spieler haben bei uns nichts zu suchen», so der gebeutelte Präsi, der sofort sein ganzes Serben-Team aus dem Spielbetrieb zurückzog.
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Auf regionalen Fussballplätzen haben es Schiedsrichter nicht immer einfach...