Ex-Teamkollege Eggimann: «Robert war ein Star, ein Vorbild für alle»

  • Publiziert: 11.11.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

Nach dem Suizid von Hannover 96-Goalie Robert Enke ist auch sein ehemaliger Teamkollege und Nati-Verteidiger Mario Eggimann geschockt.

Mario Eggimann, haben Sie Anzeichen gespürt, dass sich Robert Enke etwas antun könnte?

Nein, er hat gegenüber uns Teamkollegen überhaupt nichts durchblicken lassen. Er kam jeweils ganz normal ins Training. Hätten wir etwas geahnt, wäre das wohl nicht passiert. Aber man sieht halt nicht in einen Menschen hinein.

Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen?

Ich war schockiert und ich bin es immer noch. Wir Teamkollegen haben uns sofort getroffen, als wir
von Roberts Tod erfahren haben. Ich trauere um einen grossartigen Kollegen. Er fehlt uns allen.

Wie nah stehen Sie Enke?

Privat hatten wir nicht viel miteinander zu tun. Er war einfach ein toller, angenehmer Teamkollege. Robert war ein Star, der sich nicht als Star aufgeführt hat.

Wie haben Sie Enke als Menschen erlebt?

Robert war ein ganz spezieller Mensch. Er war ein Vorbild für alle. Durch seine Art hat er die Leute in den Bann gezogen. So etwas habe ich noch selten erlebt.

Wie sind Ihre Gefühle heute?

Ich bin einfach nur traurig und kann das alles nicht verstehen. Ich wünsche seiner Frau und seinem Kind viel Kraft, damit sie das überstehen können.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir werden vom Klub auf dem Laufenden gehalten. Im Moment denke ich an alles andere, nur nicht an Fussball. (hig)

play Mario Eggimann zusammen mit seinem ehemaligen Torhüter Robert Enke. (Keystone)