«Propaganda für Schwule» Russen wollen «Fifa 17» verbieten

Weil im Videospiel «Fifa 17» ein Regenbogen-Trikot auftaucht, fordern russische Politiker Konsequenzen. Es handle sich um verbotene Schwulen-Propaganda.

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Video-Gamer könnten in Russland bald unter Entzugserscheinungen leiden. Parlamentarier wollen das Spiel «Fifa 17» verbieten – oder mindestens die Altersgrenze heraufsetzen.

Grund für die russische Rage ist eine Aktion im November, als «Fifa»-Hersteller EA Sports unter anderem ein Regenbogen-Trikot zum Herunterladen anbot und damit eine Initiative der Premier League gegen Homophobie unterstützte. Dort liefen Spieler und Schiris als Zeichen von Toleranz und Offenheit mit Schuhbändeln in den Regenbogenfarben auf, die Captains trugen ihre Armbänder in den Farben des Homosexuellen-Symbols.

Zu viel für die russischen Hardliner. Das Game verstosse gegen russisches Gesetz, weil es «Schwulen-Propaganda» verbreite, sagen Politiker und fordern ein Verbot, wie der «Guardian» berichtet.

Laut dem 2013 von Präsident Wladimir Putin verabschiedeten höchst umstrittenen Erlass stehen positive Äusserungen über Homosexualität vor Minderjährigen oder in Medien unter Strafe, um «die Gesundheit und Entwicklung von Kindern» zu schützen.

«Jedes Land hat seine Gesetze und die müssen eingehalten werden», sagt etwa die Abgeordnete Irina Rodina, dreifache Olympia-Goldmedaillengewinnerin im Eiskunstlauf für die Sowjetunion, der Zeitung «Iswestija».

Rodinas Duma-Kollege Waleri Raschkin fordert eine Untersuchung und die Aufforderung an Hersteller EA, das Spiel wieder «umzuprogrammieren und die Altersgrenze anzupassen. Wenn der Hersteller das verweigert, müssen wir restriktive Massnahmen ergreifen.» (eg)

Publiziert am 06.12.2016 | Aktualisiert am 06.12.2016

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6 Kommentare
  • hertig  reinhard aus GIBSWIL
    06.12.2016
    wer nur schon auf die Idee kommt, für "Regenbogen" auf diese art zu werben ist auf dem total falschen, also auf dem gender weg. das ist tödlich für unsere Gesellschaft.
  • Ewald  Rindlisbacher aus Grayland
    06.12.2016
    Die Russen haben Recht. Ich finde politische Reklamen gehoeren nicht in den Sport. Der Sport soll politisch neutral sein.
  • reto  schweizer 06.12.2016
    Es ist ja bekannt dass meistens Männer die selber nicht zu ihren homosexuellen Neigungen stehen etwas gegen Gays haben. Bei Putin ist es offensichtlich, er versucht es zu unterdrücken und verschleiern.
  • Roland  Meier aus St.Gallen
    06.12.2016
    Russland war ja auch eine Topwahl als Standort für die WM 18. Danke FIFA.
  • Fredi  Moser aus Zürich
    06.12.2016
    Der Regenbogen wird in Russland verboten. Sofort!

    Ok. Gibt es ja dort sowieso nicht. Seit Putin herrscht, ist es der ganze Tag finstere Nacht.