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«Ich bin glücklich hier, aber meine Leidenschaft ist England», sagte Mourinho am Wochenende in der Sendung «Today» des Radiosenders der BBC. Der Portugiese befand sich gerade in Paris, wo er im Disneyland den Tag mit seiner Familie verbrachte. Dennoch gewährte er Radio-Mann Lord Coe ein telefonisches Interview.
Real Madrid sei der wohl grösste Verein der Fussballgeschichte, so Mourinho. Dennoch verlangt: «Gebt mir in ein paar Jahren einen guten Klub in der Premier League.» Der Ex-Coach von Chelsea und Inter wurde in der Vergangenheit schon öfter als möglicher Ferguson-Ersatz bei ManU postuliert, «The Special One» dürfte die Segel in Madrid jedoch nicht so schnell streichen.
Denn: Mourinho trat den Job beim spanischen Rekordmeister an, um die Hegemonie von Barça zu beenden. Bis auf den Gewinn des Cups im Frühling hat dies aber noch nicht geklappt. Ein Abgang durch die Hintertüre würde dem zweifachen Champions-League-Gewinner nicht gut anstehen.
Bei Real geniesst Mourinho viele Freiheiten und vollstes Vertrauen, dennoch schielt der Nobel-Klub bereits scheu nach einem Nachfolger Ausschau. Kronfavorit ist der deutsche National-Trainer Jogi Löw. Die «Marca» titelt am Dienstag: «Er hat das richtige Profil».
Der 51-Jährige wurde kürzlich zum «Mann des Jahres» durch das Fachblatt «kicker» gewählt. Mourinho ist voll des Lobes für seinen hypothetischen Nachfolger: «Joachim Löw hat hervorragende Arbeit geleistet. Das deutsche Team verfügt über eine grosse Qualität und zeigt, dass es ehrgeizige Ziele verfolgt. Das ist eine Mannschaft mit Gegenwart und Zukunft.» (ds)