Cristiano Ronaldo Erstes Tor und Streit ums «C»

  • Publiziert: 29.07.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

MADRID - Cristiano Ronaldo trifft erstmals für seinen neuen Klub Real Madrid, zeigt sich in Marketingfragen aber wenig kompromissbereit.

Am Dienstagabend erzielt der portugiesische Superstar im dritten Einsatz für die «Königlichen» sein erstes Tor und beruhigt damit die Gemüter. Spanische Sportblätter haben bereits gefordert, dass Real und Ronaldo nicht nur gewinnen, sondern endlich auch überzeugen müssen.

Ronaldo wird im Spiel im heimischen Bernabeu-Stadion gegen Copa-Libertadores-Sieger Liga de Quito aus Ecuador kurz nach der Pause im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Der 140-Millionen-Franken-Mann versenkt den fälligen Penalty gleich selber und bringt Real die 1:0-Führung.

Den zweiten Treffer für Real durch Esteban Granero (53.) bereitet Ronaldo vor. In der 71. Minute wird er ausgewechselt. Für die weiteren Real-Tore zum 4:2-Endstand sorgen Christoph Metzelder und Alvaro Negredo. Mit dem Sieg steht Real im Semifinal des Peace Cups und trifft auf Juventus Turin. (msc)

Der Streit um das «C»

Die blütenweissen Trikots sind das beste Marketinginstrument von Real Madrid. Mit Trikotverkäufen refinanziert der Rekordsieger des europäischen Meistercups einen grossen Teil seiner Ausgaben für seine teuren Spielereinkäufe.

Diese Saison aber könnte es mit Cristiano Ronaldo ein Problem geben. Real fordert, dass «C. Ronaldo» auf dem Trikot des teuersten Neueinkaufs prangen soll. Der Grund: Bis 2007 stürmte ein gewisser Ronaldo in Madrid. Viele Trikots des brasilianischen WM-Rekordtorschützen sind weiterhin im Umlauf.

Aber Cristiano Ronaldo hat keine grosse Lust auf das «C.», prangte das Kürzel auf Klubebene ja noch nie auf seinem Rücken. Wie wenn es nur einen Ronaldo gäbe.

Die mangelnde Kompromissbereitschaft hat auch einen anderen Grund: Real Madrids Ausrüster heisst Adidas, der Portugiese steht bei Nike unter Vertrag. Wobei, Ronaldos geschützter Markenname heisst «CR9»... (msc)