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Was im Vorfeld befürchtet worden war, trat ein. Während dem Abspielen der Hymne beim spanischen Cupfinal in Valencia pfiff das ganze Stadion! Die Barcelona-Fans und die Anhänger von Athletic Bilbao begingen damit schon fast Majestätsbeleidigung. Der spanische Cup – die Copa del Rey – ist nämlich der Pokal des Königs Juan Carlos. Beim gellenden Pfeifkonzert dürfte ihm mindestens ein Zacken aus der Krone gefallen sein.
Doch warum genau pfiffen die Fans? Die katalanischen Barça-Fans und die baskischen Athletic-Fans tragen einen Hass auf alles Spanische und Königliche in sich. Dieser Hass geht noch auf den spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) und die Franco-Diktatur (der Diktator starb 1975) zurück. Katalanen und Basken wurden von Franco unterdrückt, und lange Zeit war die katalanische und die baskische Sprache aus den Schulzimmern verbannt.
Auch das spanische Fernsehen TVE war auf den Eklat vorbereitet. Die Hymne wurde nicht gesendet – in Folge «menschlichen Versagens», wie es später hiess. Erst in der Pause war dann eine Version ohne Pfiffe zu hören.
Die Barça-Fans pfiffen jedenfalls nach dem Spiel nicht mehr, denn «Blau-Grana» (Blau-Rot) ist weiter auf Erfolgskurs. Der FC Barcelona feiert mit dem Cupsieg den ersten von möglichen drei Titeln. Der 4:1-Sieg in Valencia ist der erste Titel in der jungen Trainer-Karriere von Josep Guardiola.
Im Estadio Mestalla machten Yaya Touré (31.), Lionel Messi (55. ), Bojan Krkic (58.) und Xavi (64.) den Sieg des haushohen Favoriten perfekt. Bilbao, der Tabellenelfte der Primera Division, war durch Toquero (9.) in Führung gegangen.
Am Sonntag kann Barça vorzeitig den Gewinn der 19. Meisterschaft im Spiel bei Real Mallorca perfekt machen. Zudem greift Barcelona am 27. Mai nach dem Sieg in der Königsklasse, wenn es in Rom zum Showdown gegen Manchester United kommt. (Si/sim/ds)