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Cupfinal-Skandal: Spanier pfeifen eigene Hymne aus

VALENCIA - Barcelona hat mit einem 4:1-Sieg gegen Athletic Bilbao zum 25. Mal den spanischen Cup gewonnen. Skandal: Vor dem Spiel stimmten beide Fan-Lager beim Abspielen der Hymne ein gellendes Pfeifkonzert an.

Aktualisiert um 12:15 | 14.05.2009
Her mit dem Pokal. Es ist Barcelonas 25. Triumph in der Copa del Rey. (Keystone)
Eric Abidal, mit Lyon Serienmeister Frankreichs, gratuliert Trainerneuling Guardiola zu dessen Titelpremiere als Trainer. (Keystone)
Auch er hat wieder Grund zur Freude: Bojan Krkic jubelt über seinen Treffer. (Keystone)
Das Starensemble bejubelt den ersten Titel im Jahr 2009. (Keystone)
Zerknirschte Gesichter bei den Bilbao-Anhängern. (Keystone)
Leo Messi – auch im Cupfinal entscheidender Faktor. (Keystone)
Mittelfeldmotor Yaya Touré darf sich auch einmal als Torschütze feiern lassen. Bojan Krkic freut sich mit ihm. (Keystone)
Samuel Eto´o bedankt sich beim Anhang. (Keystone)
Partylaune auf den Strassen Barcelonas (Keystone)
Grenzenloser Jubel in Barcelona. Auch Ex-Kicker Ronaldinho feiert mit. (Keystone)
Was im Vorfeld befürchtet worden war, trat ein. Während dem Abspielen der Hymne beim spanischen Cupfinal in Valencia pfiff das ganze Stadion! Die Barcelona-Fans und die Anhänger von Athletic Bilbao begingen damit schon fast Majestätsbeleidigung. Der spanische Cup – die Copa del Rey – ist nämlich der Pokal des Königs Juan Carlos. Beim gellenden Pfeifkonzert dürfte ihm mindestens ein Zacken aus der Krone gefallen sein.

Historischer Hass auf Spanien

Doch warum genau pfiffen die Fans? Die katalanischen Barça-Fans und die baskischen Athletic-Fans tragen einen Hass auf alles Spanische und Königliche in sich. Dieser Hass geht noch auf den spanischen Bürgerkrieg (1936–1939) und die Franco-Diktatur (der Diktator starb 1975) zurück. Katalanen und Basken wurden von Franco unterdrückt, und lange Zeit war die katalanische und die baskische Sprache aus den Schulzimmern verbannt.

Auch das spanische Fernsehen TVE war auf den Eklat vorbereitet. Die Hymne wurde nicht gesendet – in Folge «menschlichen Versagens», wie es später hiess. Erst in der Pause war dann eine Version ohne Pfiffe zu hören.
Samuel Eto´o bedankt sich beim Anhang. (Keystone)
Samuel Eto´o bedankt sich beim Anhang. (Keystone)
Leo Messi – auch im Cupfinal entscheidender Faktor. (Keystone)
Leo Messi – auch im Cupfinal entscheidender Faktor. (Keystone)
Zerknirschte Gesichter bei den Bilbao-Anhängern. (Keystone)
Zerknirschte Gesichter bei den Bilbao-Anhängern. (Keystone)

Skandal schon vor 25 Jahren

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams im Cupfinal 1984 lieferten sich die Spieler von Barça und Athletic eine wüste Schlägerei auf dem Rasen (siehe Video unten). Einer der Rädelsführer war Diego Maradona, der damals bei Barça spielte.

Dieses Video wurde aus YouTube entfernt
Die Barça-Fans pfiffen jedenfalls nach dem Spiel nicht mehr, denn «Blau-Grana» (Blau-Rot) ist weiter auf Erfolgskurs. Der FC Barcelona feiert mit dem Cupsieg den ersten von möglichen drei Titeln. Der 4:1-Sieg in Valencia ist der erste Titel in der jungen Trainer-Karriere von Josep Guardiola.

Im Estadio Mestalla machten Yaya Touré (31.), Lionel Messi (55. ), Bojan Krkic (58.) und Xavi (64.) den Sieg des haushohen Favoriten perfekt. Bilbao, der Tabellenelfte der Primera Division, war durch Toquero (9.) in Führung gegangen.

Am Sonntag kann Barça vorzeitig den Gewinn der 19. Meisterschaft im Spiel bei Real Mallorca perfekt machen. Zudem greift Barcelona am 27. Mai nach dem Sieg in der Königsklasse, wenn es in Rom zum Showdown gegen Manchester United kommt. (Si/sim/ds)
Der Leitspruch «Més que un club» (Mehr als nur ein Verein) hat eine mannigfaltige Bedeutung für den FC Barcelona. (Raphael Fiore)
Blick.ch hat es ja gewusst: In der Top Ten Rubrik wurde das Camp Nou zum schönsten Stadion der Welt gewählt, auch für die UEFA ist es eine fünf Sterne Spielstätte. (Raphael Fiore)
Das Wappen des FC Barcelona ist auch auf dem Rasen präsent. (Raphael Fiore)
TV-Reporter sehen das Spiel aus dieser übersichtlichen Perspektive. (Raphael Fiore)
Schreibende Journalisten sitzen gleich daneben, auch hier ist die Sicht berauschend gut. (Raphael Fiore)
Blick.ch riskiert einen Blick in die Gästekabine im Camp Nou. (Raphael Fiore)
Zu sehr sollen sich die Gäste nicht zu Hause fühlen, die Schränke sind renovierungsbedürftig. (Raphael Fiore)
Wenigstens nach Niederlagen sollen sich die Barça-Gegner ein wenig erholen. Der Jacuzzi reicht locker für 6 Spieler. (Raphael Fiore)
Im Pressezimmer gibt es genügend Internet-Anschlüsse und Strom, jedoch spartanische Schreibtische. (Raphael Fiore)
Die TV-Reporter «schweben» über dem Camp Nou. (Raphael Fiore)
(Raphael Fiore)
(Raphael Fiore)
Der Beweis: Hans Gamper war auch Mitglied des FC Zürich. (Raphael Fiore)
Hans Gamper, der Gründer vom FC Barcelona, in Bronze gegossen. (Raphael Fiore)
Die Geschichte des FC Barcelona wird im Museum detailreich bebildert. (Raphael Fiore)
Egal, ob Johan Cruyff oder Diego Maradona, die grossen Stars werden porträtiert. (Raphael Fiore)
Der grosse Diego Armando Maradona. (Raphael Fiore)
Das Original-Trikot des grossen Maradona. (Raphael Fiore)
Auch Bernd Schuster wird gewürdigt. (Raphael Fiore)
Bernd Schuster spielte mit Diego Armando Maradona beim FC Barcelona zusammen. (Raphael Fiore)
Einer der unzähligen Pokale, die der FC Barcelona errungen hat. (Raphael Fiore)
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Zauberfuss Stoitschkow hat seine letzten Fussballschuhe dem Museum geschenkt. (Raphael Fiore)
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Wer hat Angst vor dem Medizin-Check? Der Doc im Hintergrund sieht nicht besonders vertrauenserweckend aus. (Raphael Fiore)
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Auch die Basketballer vom FC Barcelona werden geehrt, und zwar mit diesem Kasten . (Raphael Fiore)
Auch die zeitlosen Automaten erfreuen die Besucher. (Raphael Fiore)
Wohl einer der teuersten «Töggeli»-Kästen der Welt. (Raphael Fiore)
Sammlerstücke: Stifte mit den Legenden des FC Barcelona. (Raphael Fiore)

Dani Alves von Flasche getroffen

Der Brasilianer Dani Alves (Barcelona) wurde während dem Cupfinal von einer Flasche am Kopf getroffen, die aus dem Bilbao-Fanblock kam. Der Werfer wurde von den Bilbao-Fans aber geortet und der Polizei übergeben.

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