Zahl der Missbrauchs-Vorwürfe nimmt zu Pädo-Skandal in England immer schlimmer

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Premier League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Chelsea 21 45:15 52
2 Tottenham 21 43:14 45
3 Liverpool 21 49:24 45
4 Arsenal 21 48:22 44
5 Manchester City 21 41:26 42
6 Manchester United 21 32:20 40
7 Everton 21 32:23 33
8 West Bromwich 21 28:28 29
9 Stoke 21 27:33 27
10 FC Burnley 21 23:31 26
11 AFC Bournemouth 21 30:37 25
12 West Ham 21 26:35 25
13 Southampton 21 19:26 24
14 FC Watford 21 23:36 23
15 Leicester City 21 24:34 21
16 FC Middlesbrough 21 17:22 20
17 Crystal Palace 21 30:40 16
18 Hull City 21 20:45 16
19 Sunderland 21 20:40 15
20 Swansea 21 23:49 15

Der Missbrauchs-Skandal im englischen Fussball nimmt immer grössere Ausmasse an. Mittlerweile wird befürchtet, dass sich mehr Personen an Junioren vergangen haben.

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In der letzten Woche platzte die Bombe, als mehrere englische Ex-Profis ihre Nachwuchstrainer beschuldigten, sich während der Junioren-Zeit an ihnen vergangen zu haben. Darunter auch Paul Stewart (52). Der dreifache Nationalspieler lief in den 90er-Jahren für Liverpool und Tottenham auf und packte im «Daily Mail» aus.

Eine der zentralen Figuren: Der verurteilte Kinderschänder Barry Bennell (62) (BLICK berichtete).

Doch das war erst der Anfang einer ganzen Welle von Geständnissen. Wie Gordon Taylor (71), Geschäftsführer der Professional Footballers' Association (PFA), gemäss dem «Guardian» mitteilt, haben sich insgesamt schon 20 Spieler gemeldet. 

Im Mittelpunkt stehen dabei Mannschaften wie Manchester City, Stoke, Crewe Alexandra, Blackpool, Newcastle und Leeds. «Ich gehe davon aus, dass es noch mehr geben wird. Ich glaube nicht, dass es nur im Nordwesten und -osten ist. Wir müssen aufmerksam sein. Das könnte sich durch das gesamte Land ziehen», sagt Taylor.

FA leitet Untersuchung ein

Es wird befürchtet, dass auch andere Juniorentrainer in den Pädo-Skandal verwickelt seien. Nach Stewarts Interview mit der «Daily Mail» hat Englands Fussballverband (FA) eine Hotline für traumatisierte Fussballer eingerichtet, bei der mittlerweile über 100 Anrufe eingegangen sind.

Am Sonntag hat die FA in einer Stellungsname zusätzlich bekannt gegeben, die Vorwürfe mithilfe eines unabhängigen Experten zu untersuchen. «Die interne Überprüfung wird aufzeigen, über welche Informationen die FA bezüglich der Vorwürfe in der entsprechenden Zeit verfügte, was die Klubs wussten und welche Massnahmen man traf oder hätte treffen sollen.»

Die Polizei in Hampshire (nahe Southampton) und Cheshire (nahe Manchester) haben gegenüber dem «Guardian» derweil bestätigt, dass sie in verschiedenen Fällen von sexuellen Missbrauchs-Anschuldigungen ermitteln.

Wie die englische Zeitung am Montagnachmittag vermeldet, befindet sich Bennell momentan im Spital, nachdem er am Freitag bewusstlos in seiner Zelle aufgefunden wurde. (sag)

Publiziert am 28.11.2016 | Aktualisiert am 28.11.2016

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2 Kommentare
  • Zara  Wyss 28.11.2016
    ob die überhaupt Wissen was Missbrauch ist? oder denken die wiedermal alle nur an eine Abfindung oder einmal mehr im Rampenlicht zu stehen?! Makaber? Vielleicht -doch schaut mal hinter die Psychologie der angeblichen Opfer. Es zieht
    • Carlo  Brunner 29.11.2016
      @Frau Wyss. Aus diesem Artikel lese ich, dass der englische Fussballverband alles daran setzt diese furchtbaren Vorkomnisse aufzuklären und zu bekämpfen. Den Vorwurf an die Spieler, aus solchem Profit zu ziehen, finde ich höchst verwerflich und unsensibel. Persönlich würde es mich interessieren, ob Sie etwas gegen Fussballer per se haben? Oder einfach nur gegen Opfer des Kindesmissbrauchs im Allgemeinen. Auch über Antworten der 47 bisherigen Befürworter würde ich mich freuen!