Sir Alex Ferguson wird 75 Jahre alt «Ich bin ein so verdammt talentierter Kerl»

27 Jahre trieb Sir Alex Ferguson Manchester United zu Titeln, 13 in der Meisterschaft, zwei in der Champions League. Heute wird er 75 Jahre alt. Ohne ihn ist die United ein Schatten ihrer selbst.

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Premier League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Chelsea 21 45:15 52
2 Tottenham 21 43:14 45
3 Liverpool 21 49:24 45
4 Arsenal 21 48:22 44
5 Manchester City 21 41:26 42
6 Manchester United 21 32:20 40
7 Everton 21 32:23 33
8 West Bromwich 21 28:28 29
9 Stoke 21 27:33 27
10 FC Burnley 21 23:31 26
11 AFC Bournemouth 21 30:37 25
12 West Ham 21 26:35 25
13 Southampton 21 19:26 24
14 FC Watford 21 23:36 23
15 Leicester City 21 24:34 21
16 FC Middlesbrough 21 17:22 20
17 Crystal Palace 21 30:40 16
18 Hull City 21 20:45 16
19 Sunderland 21 20:40 15
20 Swansea 21 23:49 15
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Majestätsbeleidigung im St. Jakob-Park! Im Dezember 2011 geschiehts, vor der Basler Sternstunde in der Champions League gegen ManUnited. Sir Alex sitzt vor der Weltpresse. Ein indischer Journalist fragt, ob er im Meisterschaftsspiel zuvor nicht falsch aufgestellt habe. Sir Alex zieht die Augenbrauen hoch. «Falsch aufgestellt? Ich? Unmöglich.» Nächste Frage.

Selbstzweifel kennt Sir Alex nicht. Schliesslich ist das 1:2, das ManU tags darauf aus der Champions League wirft, noch nicht passiert. Und überhaupt: Wer wagt es, ihm, dem laut «Times» grössten Fussballtrainer der Geschichte, so frech zu kommen? Kein Spieler («Wie ich aufstelle, geht die einen Scheissdreck an»). Und schon gar keine Journalisten.

Auch nicht der Sportchef des «Daily Mirror». Als der ihn fragt, ob er etwas tun könne, um Sir Alex’ Verhältnis zur Zeitung zu verbessern, blafft der United-General ihn an: «Ja, das können Sie – indem sie sich ins Knie ficken und sterben.»

Alexander Chapman Ferguson, geboren am 31. Dezember 1941 in Glasgow, aufgewachsen im rauen Hafenviertel Govan, Werkzeugmacher, Pub-Besitzer, Europacupsieger mit Aberdeen (Aberdeen? Genau, mit den heute bedeutungslosen Schotten holt er 1983 den Cup der Cupsieger.), 1999 von Queen Elizabeth zum Ritter geschlagen – er wird heute 75 Jahre alt.

Mit Ferguson nie schlechter als Dritter

Und wohl an jedem Tag, der seit seinem Rücktritt im Mai 2013 verging, sehnen ihn die ManU-Fans zurück. David Moyes, der ihm direkt folgt, scheitert krachend. Louis van Gaal, hoch dekorierter holländischer Fussballlehrer, holt in zwei Jahren gerade mal einen FA-Cup. Und auch «The Special One» José Mourinho plagt sich mit Fergies Erbe. Der Meistertitel dieses Jahr? Illusorisch.

Undenkbar, dass so was unter Fergie geschehen wäre, unter dem «Hairdryer», dem Föhn, der seine Spieler zur Not anschrie, Nase an Nase, bis sie gehorchten – und das Haar trocken war. Sein langjähriger Abwehrboss Rio Ferdinand, unerbittlich auf dem Rasen, sagt: «Ich habe nichts erlebt, das mich mehr eingeschüchtert hat.» 

Seit Gründung der Premier League 1992 war Fergie nie schlechter als Dritter. Die Endergebnisse von ManUnited seit seinem Abgang: 7., 4., 5.

Nahezu unerreicht sein Gespür für Spieler und Geschäft. «Wenn mir ein Italiener sagt, dass das auf dem Teller Pasta ist, schaue ich unter der Sauce nach, um sicher zu gehen. Die sind die Erfinder der Vernebelungstaktik.» 

Doch Fergie kann nicht nur respektlos. In der ManUnited-Kantine stellte er sich hinten an, egal wer vor ihm steht.

Was er nach seiner Karriere tun werde, wurde er mal gefragt: «Ich bin so ein verdammt talentierter Kerl. Vielleicht fange ich an zu malen oder sowas.» 

Heute tut er anderes: Er reist viel mit seiner Frau Cathy; für sie hörte er schliesslich auf. Er ist Klubrepräsentant, hält Vorträge, selbst an renommierten Unis wie Oxford. Und er frönt einem neuen Hobby: «Ich schaue gerne Pressekonferenzen. Sie sind ein wichtiger Teil des Jobs. Dabei kann ein Journalist einen Trainer killen.» Bei ihm wars eher umgekehrt.

Publiziert am 31.12.2016 | Aktualisiert am 02.01.2017

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3 Kommentare
  • Enri  Co 01.01.2017
    An SAFs Kompetenz gab es nichts zu rütteln. An seinem Ego auch nicht. Trotzdem: Moyes kam auf seine Empfehlung. Und eigentlich konnte Moyes nur krachend scheitern. Jeder Schuhputzer bei United hat 30 Jahre lang nach SAFs Pfeife getanzt, da kann ein Neuer nur untergehen. Dasselbe Problem wird Arsenal nach der Wenger-Ära wohl auch bekommen, wenn das nicht von langer Hand und sehr sauber eingefädelt wird.
  • Tom  Aeberhard 01.01.2017
    Wie wärs mal zu sagen wie lange er im kurzlebigen Fussball bei EINEM Team Trainer war???? nicht so wie es in der Schweiz, der Bundesliga oder auch in anderen Clubs so läuft!!!
  • Daniel  Lüthi aus Kloten
    01.01.2017
    Gestern bekam SAF ja sein Geburtstagsgeschenk im Old Trafford. Zwei super Tore von Martial und Pogba brachten den 2-1 Sieg für die Red Devils. Boro ging sowas von unverdient in Führung. Der Treffer vom Ibrahimovic, der von diesem Anfänger Lee Mason aberkannt wurde, hätte zählen müssen. Reguläres Tor. Hochverdienter Sieg von Man United die spielten richtig guten Fussball. Diese Saison ist wohl der Abstand auf Chelsea zu gross. Doch Mous Zeit mit Man UTD wird kommen. Der wird da PL Titel holen.