Turbulente Runde in der Premier League Hass-Treffen und das Horror-Foul

Der 28. Spieltag in der Premier League steht ganz im Zeichen eines verweigerten Handschlags und eines unfassbaren Horror-Fouls.

  • Publiziert: 28.02.2010, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Sam Urech

Chelsea unterliegt zuhause an der Stamford Bridge vor 41814 Zuschauern Manchester City 2:4. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (1:1) entscheiden die Gäste das Spiel in der zweiten Hälfte verdient zu ihren Gunsten.

Auf der Seite von ManCity treffen Bellamy und Tevez doppelt, für Chelsea ist es zweimal Lampard, der das Leder im Netz versenkt. Aufreger des Spiels ist das Wiedersehen zwischen John Terry und Wayne Bridge. Nachdem bekannt wurde, dass Terry mit der Ex-Freundin von Bridge eine Affäre hatte, brennt der Baum.

Der ManCity-Spieler verweigert dann auch den Handschlag mit dem Chelsea-Kapitän. Während dem Spiel begegnen sich die beiden (glücklicherweise) nie. Eine Kartenflut steigt dennoch: Die Chelsea-Spieler Belletti und Ballack werden vorzeitig unter die Dusche geschickt.

Lebenszeichen vom Pleitegeier

Schlusslicht Portsmouth beendet die schlimmste Woche der Vereinsgeschichte mit einem 2:1 im Kellerduell gegen den Zweitletzten Burnley.

Der FC Portsmouth muss mit Schulden von rund 120 Millionen Franken als erster Premier-League-Klub der Geschichte einen Insolvenz-Antrag stellen und wird mit dem Abzug von neun Punkten bestraft.

Horror-Foul an Ramsey

Arsenal bezwingt Stoke City mit 3:1. Nach einem Horror-Foul an Arsenal-Spieler Aaron Ramsey rückt aber dieser Auswärtssieg in den Hintergrund. Der 19-Jährige bleibt nach einem Tackling von Ryan Shawcross liegen, sein rechtes Bein hängt dabei unnatürlich herab.

Ramsey wird mit einer Sauerstoff-Maske vom Platz getragen und notfallmässig ins Spital gefahren. Das Foul, das mit einem Platzverweis bestraft wird, ist so brutal, dass «Sky Sports» auf eine Wiederholung der Szene verzichtet.

Liverpool hält dank Torres Schritt

Liverpool bleibt am Sonntag nach dem 2:1 gegen Blackburn um die Champions-League-Plätze im Rennen. Gefeierter Mann an der Anfield Road ist Rückkehrer Fernando Torres. Der Spanier, der estmals seit seiner Verletzungspause von Beginn weg aufläuft, sorgt kurz vor der Pause für den Siegestreffer – sein 13. Tor im 17. Spiel. Zuvor hat Andrews per Handspenalty die Führung durch Gerrard ausgeglichen.

Tottenham kann mit dem 2:1 gegen Everton ManCitys Angriff auf Platz vier abwehren. Die Tore für die «Spurs» erzielen Pawljutschenko (11.) und Modric (28.). Yakubu gelingt in der 85. nur noch der Anschlusstreffer für Everton, das zuletzt fünf Siege in sechs Ligaspielen feiern konnte.

Sunderland haben nach dem 0:0 gegen Fulham seit 14 Spielen nicht mehr gewonnen und rutschen immer weiter in den Tabellenkeller. (msc)

ManU gewinnt Ligacup

Manchester United siegt am Sonntag im Ligacup-Final gegen Aston Villa 2:1 und holt sich so den ersten Titel im Jahr 2010. Für die «Red Devils» ist es nach 1992, 2006 und 2009 der vierte Erfolg des seit 1961 ausgetragenen Wettbewerbs. Aston Villa geht zwar im Londoner Wembley-Stadion vor 85600 Zuschauern bereits in der 5. Minute durch einen Foulpenalty von James Milner in Führung. Michael Owen (12.) sorgt aber für den schnellen Ausgleich, wird kurz vor der Pause durch Wayne Rooney ersetzt, der in der 74. Minute den Siegestreffer erzielt. (Si/msc)

Rooney schiesst West Ham ab

Bereits am letzten Dienstag trafen Manchester United und West Ham aufeinander.

Wayne Rooney mit einem Doppelpack und Michael Owen schiessen dabei die «Hammers» mit 3:0 ab.

Bei West Ham steht Valon Behrami bis zur 63. Minute auf dem Platz.