Interview mit Fulhams Kasami (19) «Darum gab ich Juve einen Korb»

Bei Fulham nur Ersatz, aber unser U17-Weltmeister lehnt ein Top-Angebot ab. Er wills allen zeigen.

  • Publiziert: 31.01.2012, Aktualisiert: 01.02.2012
  • Von Benny Epstein

BLICK: Pajtim Kasami, Juventus Turin will Sie verpflichten. Die «Alte Dame», der Leader in Italien, ein Topverein. Und Sie lehnen ab! Wieso?
Pajtim Kasami: 
Das Angebot ehrt mich sehr. Richtig: Juve ist ein klasse Verein. Aber ich bin erst ein halbes Jahr in London, habe mich jetzt richtig eingelebt. Ich will nicht schon wieder weg. Ich habe einen Vierjahresvertrag unterschrieben.

Aber zuletzt erhielten Sie bei Fulham kaum Einsatzzeit. Seit einem Monat spielten Sie nicht mehr.
Stimmt, ich bin mit meiner Situation auch nicht zufrieden. Aber wenn ich jetzt gehe, entfliehe ich diesem Problem. Ich will mich der Situation stellen, kämpfen, mich aufdrängen und durchsetzen.

Weshalb lief es denn zuletzt nicht nach Wunsch?
Es gibt zwei Gründe. Erstens fehlen uns Punkte. In einer solchen Phase setzt der Trainer dann verständlicherweise auf die erfahrenen Spieler. Zweitens war der verschossene Penalty im Cup gegen Chelsea sicher kein Pluspunkt für mich.

Wie gehts jetzt weiter?
Ich hatte mit Trainer Martin Jol ein gutes Gespräch. Er bringt mich weiter. Ich will jetzt gar nicht mehr viel reden, sondern nur Vollgas geben. Der Rest kommt von alleine.

Rechnen Sie beim Match gegen West Bromwich (Anm. d. Red.: heute, 21 Uhr) also mit einem Einsatz?
Das ist nicht meine Aufgabe. Es wäre schön, wenn ich im Kader wäre. Und wenn nicht, dann halt beim nächsten Spiel. Was man trotz dem Monat ohne Einsatz nicht vergessen sollte: Ich hatte diese Saison schon 19 Einsätze bei Fulham. Das ist nicht wenig. Dass es nicht ständig so gut laufen kann wie am Anfang, ist normal. Da war ich gleich Stammspieler. Ich spielte jetzt schon gegen Topklubs wie Newcastle, ManCity, Arsenal, Chelsea.

Sie sagten zu Beginn, Sie hätten sich jetzt gut eingelebt in London. Wie wohnen Sie?
Ich lebe in einem schönen Apartment, nicht weit vom Stadion. Ich kenne einige Schweizer hier, die Stadt aber nicht so gut. Ich bin ja auch nicht als Tourist da.

U21-Naticoach Pierluigi Tami besuchte Sie eben in London. Welchen Tipp hat er Ihnen mitgegeben?
Geduld, härter arbeiten als die anderen, mich voll fürs Team einsetzen. Er hat mir sein Vertrauen ausgesprochen.

Tami braucht Sie auch als Schlüsselspieler in der Olympia-Mannschaft.  
Glauben Sie mir: Das ist auch mein Ziel.

Top 3

1 Chelsea-Offerte abgelehnt Jahresvertrag nicht genug für Di Matteobullet
2 Wirbel um Chelsea-Held Brach Drogba wirklich auf Party-Bus zusammen?bullet
3 ManCity Meister nach Krimi-Finish TV-Kommentator flippt völlig ausbullet

Fussball