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Im Londoner Upton Park klatschten 69112 Hände, als der Schweizer Internationale Behrami am Sonntagnachmittag auf der Bahre vom Platz getragen wurde. Standing Ovations für den verletzten Kämpfer von West Ham United.
Sechs Minuten war der Tessiner beim 1:0 gegen ManCity (ohne Gelson) gepflegt worden. Musste gar mit Sauerstoff versorgt werden. Bei einem seiner berühmten Rushes war der ehemalige Cross-Läufer mit seinen Stollen im Gras hängengeblieben. Es verdrehte ihm Knie und Knöchel.
Auf der Homepage seines Arbeitgebers (www.whufc.com) wurde den Fans gestern mitgeteilt, dass nichts gerissen und nichts gebrochen sei. Sein italienischer Trainer Gianfranco Zola sagte: «Hoffentlich kann ich bald wieder auf ihn zählen. Valon ist ein sehr wichtiger Spieler – auf und neben dem Platz.» Verhaltener Optimismus, 24 Stunden danach.
Der Patient selbst war nach einer MRI-Untersuchung weniger zuversichtlich. Behrami zu BLICK: «Die Saison ist für mich futsch. Ich muss jetzt 48 Stunden warten, bis ich weiss, ob das Kreuzband operiert werden muss. Schlimm, sehr schlimm.»
Sicher ist: Für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Moldawien (28. März und 1. April) muss Nati-Coach Ottmar Hitzfeld ohne seinen Fighter im rechten Mittelfeld auskommen. Nimmt Hitzfeld Tranquillo Barnetta von der linken Seite auf die Behrami-Position – und ersetzt ihn durch Sampdorias Linksfuss Reto Ziegler? Oder bekommt Zieglers Klubkollege Marco Padalino auf rechts eine zweite Chance?