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Robert Enke war einer der menschlichsten Typen im harten Fussballgeschäft. Er engagierte sich für den Tierschutz, unterstützte humanitäre Organisationen. Jetzt ist er tot – Selbstmord.
Wie konnte es nur zu dieser Tragödie kommen? Eines ist klar: Über den Verlust seiner Tochter Lara ist Enke nie hinweggekommen.
2004 kommt Lara auf die Welt. Das Familienglück der Enkes ist aber von Beginn weg getrübt; denn die Tochter von Teresa und Robert hat von Geburt an einen schweren Herzfehler. Seither kämpfen Vater und Mutter um das Leben der Tochter. Robert küsst seine schwerkranke Lara auch im Fussballstadion nach den Partien. Diese Bilder gehen um die Welt.
Laras Tod zerstört einen Teil von Enke
Dreimal wird Lara am offenen Herzen operiert, jedes Mal erleidet die Familie Enke Höllenqualen. Die tapfere Lara übersteht jedoch alle drei Operationen und Enke hofft, das nun endlich ein normales Leben auf die Familie wartet.
Dann folgt der Schock: Im Alter von zwei Jahren stirbt Lara am 17. September 2006 nach einem Eingriff am Gehör. Das geschwächte Herz des Mädchens hört auf zu schlagen. An diesem Tag stirbt auch ein Teil von Enke.
Der Goalie versucht, den Tod seiner Tochter mit Fussball zu verarbeiten. Bereits sechs Tage nach Laras Ableben steht er wieder im Tor. Zudem tätowiert sich Enke Laras Namen auf das Handgelenk; seine Tochter soll immer bei ihm sein.
In einem «Bild»-Interview sagt Robert Enke damals über den tragischen Tod seiner Tochter: «Die Trauer darf dich nicht besiegen.» Doch die Trauer hat Enke besiegt. Jetzt ruht er in Frieden, an der Seite seiner leiblichen Tochter.
Robert Enke und seine Frau Teresa.- imago