Miami würde in die Röhre gucken Geht Beckham mit seinem MLS-Team nach Vegas?

David Beckhams Fussballteam soll ab 2018 in der MLS spielen. Doch das Projekt verzögert sich, weil das Stadion noch nicht steht. Zieht es Beckham deshalb jetzt nach Las Vegas?

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2014 hat sich David Beckham (41) dazu entschieden, Besitzer eines Fussballvereins zu werden. Dafür hat er umgerechnet 25 Millionen Dollar auf den Tisch gelegt. Sein Ziel: In der Major League Soccer, die in den kommenden Jahren auf 28 Teams erweitert werden soll, für Furore zu sorgen.

Doch das Projekt gerät mächtig ins Stocken. Seit der Verkündung im Februar 2014 bringen die Organisatoren um den ehemaligen ManUnited-Star keinen Fuss vor den anderen. Das Hauptproblem: Es lässt sich kein Land für ein Stadion finden. Dreimal verhinderten Anwohner und Politiker den Grossbau. Auch beim vierten Anlauf läufts nicht nach Plan. In Overtown, einem Stadtbezirk Miamis ganz in Küstennähe, konnten sich die Unternehmer lediglich einen Teil des benötigen Platzes unter den Nagel reissen.

Das bereitet Beckham und seinen zwei Hauptinvestoren, dem Unternehmensproduzent Simon Fuller (56) und Marcelo Claure (46), CEO des Mobilfunkbetreibers Sprint, Kopfzerbrechen. Denn: Die Zeit drängt. MLS-Boss Don Garber (59): «Es gibt einen Stichtag, aber ich werde nicht öffentlich verkünden, wann der ist.» Man könne mit der Liga-Expansion nicht weiterführen, solange die Probleme bei Miami nicht behoben seien, sagt Garber.

Wird Las Vegas jetzt zum Sport-Mekka?

In Las Vegas blicken sie unterdessen mit Argusaugen auf die Geschehnisse im Osten des Landes. Dort soll demnächst eine Arena stehen, die sich zum professionellen Fussballspielen eignen würde. Im vergangenen April war Beckham in der «Stadt der Lichter» anwesend, um den Bau eines Stadions für die NFL-Franchise Oakland Raiders zu befürworten. «Eine grossartige Organisation wie die Raiders hierher zu bringen ist unglaublich, aber es ist grösser als das. Es geht darum, dass die MLS nach Vegas kommt.»

 

Auch deshalb wird in den Zeitungen Nevadas spekuliert, dass der Brite seine Zelte in Miami abbricht – und seinen Wunsch vom eigenen Fussballklub in der MLS in Las Vegas verwirklicht. Beckham selbst will davon aber nichts wissen, wie sein Management in einer Medienmitteilung klarmacht: «Unsere Partner sind zu 100 Prozent Miami verpflichtet und wir werden weiterhin mit Garber und der Liga zusammenarbeiten.»

Sollte sich die Zangengeburt eines neuen Stadions weiter herziehen, werden sich die Investoren wohl früher oder später überlegen, ob sie ihr Vorhaben nicht doch in die Wüste Nevadas verlegen. Dort herrscht dank Einzug des NHL-Klubs Vegas Golden Knights in der kommenden Saison eine regelrechte Sport-Euphorie. Sollten sich die NFL und die MLS auch noch in Las Vegas niedersetzen, könnte die Stadt demnächst zum Sport-Mekka werden. (sag)

Publiziert am 14.12.2016 | Aktualisiert am 14.12.2016

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