Maulkorb für Ronaldo-Familie, Pleiten-Prämien und Fremdgeh-Pflicht Die irrsten Klauseln der Fussball-Stars

«Football Leaks» enthüllt nicht nur die Steuertricks der grossen Stars des Fussballs, sondern veröffentlicht auch pikante Vertragsdetails.

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Seit Tagen bestimmt «Football Leaks» die Schlagzeilen in der Fussball-Welt! Nach Bekanntwerden der Steuertricks von Cristiano Ronaldo (31), der rund 80 Millionen Franken vor Spaniens Steuerbehörden in Sicherheit gebracht haben soll (Ronaldo dazu laut «sportbild.de»: «Glauben Sie wirklich, dass ich mir Sorgen mache? Wer keine Angst zu haben braucht, hat auch keine Angst.»), kommen nun die kuriosesten Vertragsdetails ans Licht.

Gemäss «Marca» liess der Real-Star von all seinen Angestellten eine Verschwiegenheitsklausel unterzeichnen. Nichts Spezielles in der Welt der Stars. Doch wenn man für «CR7» arbeitet, gilt der Maulkorb auch 70 Jahre nach dessen Tod. Verstösst man dagegen, wird eine Busse von rund 380'000 Franken fällig. Verrückt: Auch all seine Familienangehörigen mussten ein solches Papier unterzeichnen.

Apropos unterzeichnen: Schon für seinen «Chribel» sahnt Ronaldo mächtig ab. So kassierte er letztes Jahr 177'000 Franken von der Firma Panini, um 1000 Fussball-Bildli von sich zu signieren. Auch Barça-Superstar Neymar (24) handelte mit Panini einen lukrativen Vertrag aus. Für 600 unterschriebene Sticker, durfte sich der Brasilianer über fast 50'000 Franken freuen.

Lavezzi verdient mehr als Ronaldo und Messi

Über ein solches Sackgeld kann Ezequiel Lavezzi (31) nur lachen. Der Argentinier in Diensten von Hebei Fortunes ist der Kohle-König des Fussballs. Knapp 630'000 Franken verdient er beim China-Klub – in der Woche. Das sind fast 33 Millionen Franken Jahreslohn. Da können nicht mal Messi und Ronaldo mithalten. Dazu stellt ihm der Verein zwei Häuser, zwei Autos, einen Koch und einen Chauffeur bereit.

Tottenham-Goalie Hugo Lloris (29) erhält dafür sogar eine Prämie, wenn er mit seinem Klub verliert. 8'500 Franken Zulage bekommt der Franzose bei einem Sieg, immerhin noch die Hälfte bei Unentschieden oder einer Niederlage.

Ganz andere Klauseln mussten Rafael Van der Vaart (33) und Thomas Vermaelen (31) bei ihren Transfers unterschreiben. Als Van der Vaart im Sommer 2014 vom HSV zu Betis Sevilla wechselt, wird ihm das Tragen roter Schuhe vertraglich verboten. Denn schliesslich ist Rot die Farbe des Erzfeindes FC Sevilla.

Balotelli unterschrieb Benimm-Klausel

Vermaelen verpflichtete sich 2014 mit seiner Unterschrift unter dem neuen Barça-Vertrag, sich in die katalanische Gesellschaft zu integrieren und die katalanische Sprache zu erlernen. Noch besser: Für 110'000 Franken pro Saison extra hätte der Belgier auch für andere Sportvereine Barcelonas fremdgehen müssen. Neben Fussball hat Barça auch eine Profi-Abteilung für Handball, Basketball, Rollhockey und Eishockey.

Mit einem absurden Benimm-Bonus wollte sich der FC Liverpool vor den Eskapaden von Mario Balotelli (26) schützen. Diese Klausel besagt, dass Balotelli pro Saison nicht öfter als drei Mal mit Rot vom Platz fliegen darf. Er dürfe niemanden verbal oder mit Gesten attackieren und keinen Gegenspieler oder andere Personen anspucken. Hätte Balotelli sich daran gehalten, wären ihm 1,3 Millionen Franken zugestanden. Vom Platz geflogen ist der Italiener zwar nie, jedoch wurde «Super Mario» noch vor Ablauf der Klausel zurück zu Milan ausgeliehen.

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Wer steckt hinter «Football Leaks»?
Die Aktivisten der Enthüllungsplattform «Football Leaks» pflegen ihre Anonymität. Man weiss nicht einmal, wie viele Leute bei der Organisation genau mitmachen. Der Kontaktmann zu den Medien ist ein gebürtiger Portugiese, der sich John nennt. Mehr ist über ihn nicht bekannt. Die Vertreter behaupten von sich, sie seien vollkommen unabhängig und verfolgten selbstlose Motive. Man wolle den Fans zeigen, zu welch «hochkorruptem System» sich der Fussball entwickelt hat. Wie sie in den Besitz der teils brisanten Unterlagen gelangt sind, darüber hüllen sie den Mantel des Schweigens.

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 13.01.2017

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1 Kommentare
  • Christian  Kurmann , via Facebook 08.12.2016
    Und viele glauben der profifussball sei noch ein sport!
    Da war Sepp ja fast ein heiliger im vergleich!