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Als Spieler war Lothar Matthäus einer der Besten aller Zeiten. Mit Bayern München feierte er sieben deutsche Meisterschaften und gewann den Uefa-Cup, mit der Nationalmannschaft wurde er Welt- und Europameister. Als Trainer ist er trotz Erfolgen ausserhalb von Deutschland im eigenen Land noch immer eine Randerscheinung.
Seine Trainerstationen: Rapid Wien, Partizan Belgrad, Nationalmannschaft Ungarns, Atletico Paranaense, Red Bull Salzburg und zuletzt Maccabi Netanya. Fussball-Provinz für den ehemaligen Weltstar.
«Stevic hatte die Hosen voll»
Noch immer wartet Matthäus auf einen Job in der Bundesliga – und wettert jetzt gegen «heuchlerische» Sportdirektoren. «Rudi Völler sagte, er könne nicht verstehen, wieso ich nicht in Deutschland arbeiten würde. Er hatte dreimal die Chance, mich zu Leverkusen zu holen.»
Auch Micky Stevic von 1860 München bekommt sein Fett weg. «Er hat gesagt, dass er mich holen will, sobald er sich eingelebt hat. Er hatte dann aber doch Angst, mich als Ex-Bayern-Spieler zu holen», sagt Matthäus.
Quo vadis, Lothar?
Seiner Arbeit steht «Loddar» wenig selbstkritisch gegenüber: «Im Ausland war man von mir begeistert. Ich kam überall als Trainer und ging als Freund», schreibt Matthäus in seiner Kolumne in «Sportbild».
Zuletzt wollte man Matthäus bei Absteiger Arminia Bielefeld nicht. Auch ein Engagement bei Fortuna Düsseldorf scheiterte. Noch ist offen, wohin es Trainer-Weltenbummler Matthäus als Nächstes hinverschlägt. Deutschland wird es aber wohl wieder nicht sein.
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Leverkusen-Sportdirektor Rudi Völler: Seine Glaubwürdigkeit hat bei Lothar Matthäus arg gelitten. (Keystone)