Brandrede am TV Kahn wütet! Und Löw hört zu wie ein Schulbub

Die 1:3-Pleite gegen Messis Argentinien macht den Titanen richtig sauer. Oli Kahn (43) platzt im TV-Studio der Kragen.

  • Publiziert: 16.08.2012

Argentinien tanzt mit der deutschen Nationalmannschaft am Mittwochabend Tango und schlägt das Team von Trainer Jogi Löw mit 3:1. «Mist gegen Messi», titelt die BILD-Zeitung.

Einer ist so richtig sauer: Goalie-Titan Oliver Kahn! Der ehemals beste Goalie der Welt (Welttorhüter 1999, 2001, 2002) geht nach dem Spiel im ZDF-Studio auf Jogi Löw und seine Mannschaft los.

«Soll ich jetzt auch sagen: ‹Alles super, alles toll, 1:3 verloren, aber… mein Gott, wo ist das Problem›? In den letzten Monaten hat sich immer wieder gezeigt, dass die Mannschaft in der Defensive relativ grosse Probleme hat. Grosse Mannschaften brauchen eine Kompaktheit, eine Stabilität im Defensivbereich. Da muss man grundsätzliche Überlegungen anstellen.»

Kahn greift auch Jogi Löw an: «Der Bundestrainer muss sich da auch mal Gedanken machen. Es ist ja alles schön und gut mit Spielphilosophie und Offensive, aber grundsätzlich hat der Gegner zu viele Torchancen.»

Der Goalie-Legende platzt der Kragen. Besonders die fehlende Selbstkritik der Spieler nach der Argentinien-Pleite macht dem langjährigen DFB-Captain zu schaffen: «Ich muss doch mal unzufrieden sein. Wir haben gegen die Italiener blutleer verloren und jetzt wieder drei Stück kassiert. Da muss man sich auch mal ärgern.»

Im Studio gesellt sich während Kahns Wutrede auch Jogi Löw in die Runde. Der Bundestrainer steht brav neben Polterer Kahn und hört zu. Er sagt: «Ich teile seine Meinung nur bedingt. Im Abwehrzentrum war es sehr schwer heute. Da gab es einige Situationen, die wir besser lösen können. Ich konnte nicht sehen, dass die Spieler nicht den Willen hatten.»

Team-Manager Oliver Bierhoff nimmts nicht so locker wie Löw. Besonders die vermeintlich fehlende Selbstkritik habe er auch schon gesehen. Er schiesst zurück: «Kahn sass nach dem WM-Final 2002 auch stumm am Pfosten!» Nach der Pleite gegen Brasilien setzte sich Kahn damals völlig frustriert auf den Rasen. Kahn geht darauf gar nicht erst ein: «Ist das jetzt das Niveau, auf dem wir diskutieren?»

Vor der WM-Quali ist also bereits mächtig Zunder im DFB-Team. Ob die Kritik des Titans da zur richtigen Zeit kommt? (wst)

Beliebteste Kommentare

  • Emmanuel  Mindanao
    im Gegensatz zu unseren Möchtegern Alt-stars bzw. Analytiker wie Alain Sutter oder Kubilay Türkilmaschmatz hat der "Titan" Oli Kahn wenigstens recht.
  • Franz  Josef
    Das finde ich gar nicht, Löw hat zugehört und dann sowohl dementiert was Kahn gesagt hat. Er hat bei mir nicht den Eindruck als Schulbuben hinterlassen. Ich denke eher er hat sich selbstbehrschen müssen was die anderen 2 da für einen Müll rauslassen.

Alle Kommentare (41)

  • Peter  Keller , Solothurn
    Wie der Oliver Kahn wohl gelaestert haette, wenn er die Spiele von Luzern, Bern, Zuerich, St.Gallen und Sion der letzten 12 Jahre kommentieren muesste. Als grosser Fan der 3 Weltklasse-FCBs hat er seit Jahrzehnten zum Glueck viel Schoeneres zu tun. Danke und mfG.
    • 17.08.2012
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  • walter  maisel , aeugst am albis
    Deutschland ist bis jetzt immer in den Halbfinals gestanden. Was brummelt ihr denn dauernd von Versagern. Klotzt Ihr euch Euer Ch- Kreuz irgendwohin.
    • 17.08.2012
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  • Deniz  Demirbag , Basel , via Facebook
    haha lasst es bleiben! alle spielen wurden manupuliert! den alle mannschaften die eigendlich gewinnen mussten, verloren! wie spanien, deutschland usw.. tzz..
    • 16.08.2012
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  • seb  pennisi , embrach
    Kahn ist intellektuell den meisten Fussballern weit voraus, was allerdings nicht allzu schwierig ist. also haben seine Kommentare auch ein gewisses Gewicht. Und in der deutschen Fussballwelt wissen das alle: Manager, Trainer, Spieler und Medien.
    • 16.08.2012
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  •  
    Löw und Dutt könnte man ja zusammenbinden. Sie gleichen sich nicht nur äusserlich, sie haben auch beide die Bagabung für den Job eines Dorfpfarrers oder Wanderprediger!!!
    • 16.08.2012
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