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Jürgen Klinsmanns erste Worte nach der Entlassung: «Ich bin bitter enttäuscht!» Eigentlich wollte der 44-Jährige etwas ganz Neues bei den Münchnern aufbauen, auch die Bayern-Bosse haben den totalen Umbau unterstützt.
Doch die Wirklichkeit sieht anders aus, Klinsmann hat versagt! Jetzt übernimmt Jupp Heynckes. Der Champions-League-Sieger mit Real Madrid (1998) sagte in der «Rheinischen Post»: «Ich tue das für den FC Bayern, der mir das Sprungbrett in den internationalen Fußball gegeben hat, und aus Freundschaft zu Uli Hoeness.»
Das freut Uli Hoeness natürlich besonders. Der Bayern-Manager holte Heynckes bereits 1987 bis 1991 als Chefcoach zu den Bayern. Die Bilanz fiel sehr erfolgreich aus: Zwei Meisterschaften und zwei Vize-Titel, trotzdem wurde Heynckes gefeuert.
Honess zur Entlassung: «Wir haben damals beide geheult wie die Schlosshunde!» Für Klinsmann hat Hoeness wohl keine Träne vergossen...
Nach Sommermärchen Klinsis Trauermärchen
Es kann ja nicht immer ein Sommermärchen sein. Mit der deutschen Nationalmannschaft erreichte Jürgen Klinsmann als Neo-Coach 2006 den dritten Platz an der Heim-WM. Danach genoss der Göppinger seinen Erfolg und übernahm am 1. Juli 2008 seine nächste Trainer-Tätigkeit als Cheftrainer beim FC Bayern München.
Doch aus dem Sommermärchen ist ein Schauermärchen geworden. Die 0:1-Schlappe gegen Schalke hat das Fass bei den Bayern-Bossen zum Überlaufen gebracht.
Auch Jürgen Klinsmann stand völlig ratlos an der Seitenlinie, nach dem 0:1 versuchte der 44-Jährige zwar noch kurz sein Team mit Anfeuerungsrufen aufzurütteln, doch die Rufe verhallten im weiten Rund der Allianz-Arena.
Anti-Klinsmann Gruppe wuchs stetig
Die Fans quittierten die schwache Leistung der Bayern erneut mit Pfiffen, «Klinsmann raus»-Rufen und Anti-Klinsmann-Plakaten. Auf einem stand: «Uli, gib‘ dem Lehrling endlich eine Kreisklassen-Mannschaft!»
Und heute erhörte Uli Hoeness die Bayern-Fans! Jürgen Klinsmann wird bis Saisonende von Hoeness langjährigem Freund Jupp Heynckes ersetzt.
Zu viel hat Jürgen Klinsmann verpatzt. Er wollte alle Spieler besser machen, machte aber viele schlechter. Er wollte drei Titel holen, hatte aber lediglich dank dem Patzer von Wolfsburg gegen Cottbus noch Titelchancen.
Und das reicht nicht, dafür gibts keine Job-Garantie für Jürgen Klinsmann. Denn 1996 wurde Otto Rehhagel ebenfalls trotz Top-Platzierung (2. Platz) in der Meisterschaft und Halbfinal-Einzug in den Uefa-Pokal vorzeitig entlassen. Franz Beckenbauer übernahm den Platz auf der Bank und führte die Bayern zum Uefa-Pokal-Sieg.