Hoffenheimer brauen Zaubertrank wie Miraculix

  • Publiziert: 05.12.2008, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Raphael Fiore
play Setzt ein verschmitztes Lächeln auf - 1899-Coach Ralf Rangnick ist mit der bisherigen Saisonleistung seiner Hoffenheimer mehr als zufrieden. (Reuters)

HOFFENHEIM - Nach dem verbalen Tiefschlag von Rangnick verschafft sich der Hoffenheim-Coach unmittelbar vor dem Spitzenspiel gegen die Bayern mit kreativen Tönen Gehör: «Wir brauen einen Zaubertrank und ärgern die grossen Bayern!»

Heute steigt in der 16. Runde der Bundesliga das vor der Saison nicht für mögliche gehaltene Spitzenspiel zwischen 1899 Hoffenheim und Bayern München.

Und die Bayern haben wie gewohnt in alter Manier das Duell des Erstplatzierten (Hoffenheim) und dem direkten Verfolger (Bayern) vorzeitig angeheizt.

Bayern-Manager Hoeness schoss scharf Richtung Hoffenheim: «Löhne und Budget sind weitaus höher als angenommen». Hoffenheims Erfolgcoach Ralf Rangnick konterte eiskalt: «Wir wollen den Bayern-Skalp» (Blick.ch berichtete).

Auch heute meldet sich Rangnick in der «Bild» nochmals zu Wort, jedoch deutlich kreativer: «In Hoffenheim brauen wir enien Zaubertrankt.» In Anspielung auf den millionenfach verkauften Comic von Coscinny/Uderzo «Asterix» will der Dorfverein die Grossen ärgern.

Konkret: Hoffenheim will die Bayern schlagen, so wie es die unbesiegbaren Gallier immer und immer wieder mit den scheinbar übermächtigen Römern gemacht haben.

Das Rezept ist einfach: Hoffenheim setzt auf einen Zaubertrank. In diesem Falle ist es nicht ein leckeres Süppchen wie es Miraculix immer braut, sondern der riesige Teamgeist der Hoffenheimer.

Zudem hofft Rangnick, dass der unglaubliche Lauf von Torjäger Vedad Ibisevic anhält. Der 24-Jährige hat bereits 17-mal in 15 Spielen getroffen – und ist damit der erfolgreichste Torschütze Europas (!).

Selbst Bayerns überragender Mittelfeldstratege Ribéry zollt den Hoffenheimern Respekt: «Die haben momentan einen unglaublichen Lauf – es ist wirklich wie im gallischen Dorf von Asterix. Aber wir werden den Spiess umdrehen».

Auf jeden Fall ist es eines der kuriosesten Gipfeltreffen der BuLi-Geschichte, der heutige Gewinner darf sich wohl mit dem Titel «Wintermeister» schmücken.