«Witz des Jahres» Hoeness attackiert Sepp Blatter!

Die Deutschen gehen weiter gegen Fifa-Präsident Sepp Blatter (76) vor. Jetzt mischt sich auch Bayern-Präsi Uli Hoeness (60) ein.

  • Publiziert: 18.07.2012

Werden Blatters Reformen greifen?»

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Uli Hoeness ist kein Mann der leichten Worte. Der Bayern-Präsident rief schon vor einem Jahr das Ende von Sepp Blatters Amtszeit als Fifa-Präsident aus. «Die Uhr von Blatter tickt», sagte er nach der Wahl Blatters im letzten Juni.

Auch jetzt, nachdem Blatter am Dienstag seinen Reformprozess im Exekutivkommitee durchboxte, geht Hoeness zum Angriff über: «Ein Neuanfang bei der Fifa geht nur ohne Blatter», so der Bayern-Boss in der «Bild-Zeitung». «Ich kann mir nicht vorstellen, dass er seine Amtszeit übersteht. Wenn er noch mal kandidieren würde, wäre das der Witz des Jahres!»

An der Party zu seinem 60. Geburtstag soll Hoeness sogar auf einen Rauswurf von Blatter vor Ende der Amtszeit gewettet haben. Diese Behauptung von Blatter selber aber weist Hoeness entschieden von sich.

Der Boss der Deutschen Fussball-Liga, Reinhard Rauball, bleibt auch bei seiner Forderung nach einem Blatter-Rücktritt. Nicht so Ex-DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger: «Aus der Sicht der Fifa-Exekutive ist Blatter absolut tragbar.»

Auch der aktuelle DFB-Präsident, Wolfgang Niersbach, krebst zurück: «Das Wort Rücktritt wird sicher keine offizielle Initiative des DFB werden.»

Mit der Einführung einer Ethik-Kommission und der Ernennung von je einem Richter für die Untersuchungs-Kammer sowie der Ethik-Gerichtsabteilung siegte Sepp Blatter am Dienstag auf ganzer Linie.

Auf die Rücktrittsforderungen reagiert Blatter gelassen: «Wenn ich jedesmal reagieren würde, wenn irgendwo auf der Welt jemand meinen Rücktritt fordert, würde ich mich blau und grün ärgern. Damit muss man einfach leben. Wenn man mich nicht mehr will in der Fifa, dann werden die Verbände aufstehen: ‹Blatter, wir wollen nicht mehr.› Ich werde sagen: ‹Danke schön›, und gehe dann. Das ist aber der Kongress, der das macht.»

Zu Forderungen Deutscher Politiker, Blatter das 2006 verliehene Bundesverdienstkreuz wegzunehmen, sagt der Walliser: «Kein Kommentar. Wenn man mir es wegnimmt, dann nimmt man es mir weg.» (wst/A.Bö.)

Beliebteste Kommentare

  • Hans  Heini
    Sepp Blatter darf einfach nach Ablauf der aktuellen Amtsperiode nicht wieder kandidieren. Alles Andere wäre sonst wirklich ein Riesenwitz und nicht mehr auszuhalten. Genug ist genug.
  • Franz  Lopez
    Herr Blatter ist wie ein abgelaufener Joghurt. Das Datum ist schon lange überschritten, aber die Bakterien halten das Ganze noch zusammen. Der grösste Fehler war, die WM nach Qatar zu vergeben. Dass das Land überhaupt zur Auswahl stand, triefte vor Korruptionsgestank. Das war einfach die grösste Lachnummer der Fifageschichte überhaupt.

Alle Kommentare (44)

  • Peter A.  Henzi , Bussigny-près-Lausanne
    Der Hr Höness hat 100 Prozent recht. Werden die Machenschaften des "Seppli" auch von der Ethikkommission untersucht! Für mich kommen nur 3 in Frage : Der Franzl BECKENBAUER, der Uli HOENESS sowie der Johan CRUYFF!
    • 19.07.2012
    • 14
    • 6
  • Peter   Hofmann , Dürtnen
    Och Hoeness selbst die Bayern Fans haben gesungen ,,Hoeness Du A..." also wisch vor deiner eigenen Türe.
    • 19.07.2012
    • 5
    • 11
  • kudi  kuenzi
    Wie die Deutschen gerne herum regenten, zeigt nicht nur Hoeness. Man sieht es auch bei Merkel, die will, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen. Oder auch am Secondo-Deutschen Blocher, der meint sein Wort sei die einzige Wahrheit.
    • 18.07.2012
    • 5
    • 28
  • Paul  Furthweiler , Rorschach
    Hallo Paul Dadone
    Nur um es zu erwähnen ich bin absolut kein Bayern-Fan aber was du schreibst ist absoluter Blödsinn. Der Ueli Höness ist der einzige Manager/Präsident der einen Spitzverein mit grossem Gewinn bewirtschaftet und dies seit Jahren, immer in den schwarzen Zahlen. Dies muss man einfach und ohne Grollen akzeptieren und hoffen, dass anderer "Präsi" den Höness als Vorbild nehmen was es zum Führen eines Vereines braucht.
    • 18.07.2012
    • 14
    • 4
  • joe  briski
    Der Wurstfabrikant soll zuerst mal beim FC Bayern wieder mal was erreichen, der lenkt nur von seinem eigenen Unvermögen ab.
    • 18.07.2012
    • 6
    • 17
    • dudley  stauch
      Der "Wurstfabrikant" kauft sein Fleisch in Frauenfeld bei der Wick AG. Und das "Unvermögen" bringt dem FC Bayern jedes Jahr Schwarze Zahlen und sportlichen Erfolg. Also erst ehrlich Denken und dann Schreiben
      • 19.07.2012
      • als Kommentar auf joe  briski
      • 10
      • 2
    • Peter  Schulz
      Sorry Herr Briski, ich mag Hoeness bestimmt nicht, aber ER allein hat bisher mehr erreicht, als der Schweizer Fussball je erreicht hat und je erreichen wird. Das Sie seine Leistungen nicht anerkennen zeigt nur eines und das sehr viel und das Wort heisst: NEID. Ich habe fertig
      • 19.07.2012
      • als Kommentar auf joe  briski
      • 12
      • 0
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