Heynckes: «Ich befreie Bayern von den Fesseln»

  • Publiziert: 28.04.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Raphael Fiore

MÜNCHEN - Jürgen Klinsmann ist bei den Bayern Geschichte. Heute hielt der neue Kurzzeit-Coach Heynckes seine erste Pressekonferenz. Der 63-Jährige gibt sich kämpferisch und will den Münchnern ein ganz neues Gesicht geben.

Jürgen Klinsmann muss als Bayern-Trainer viel falsch gemacht haben. Denn: Jupp Heynckes hatte am Dienstagmittag den elf TV-Teams und 60 Journalisten (!) an der ersten Pressekonferenz beim FC Bayern München viel zu sagen.

Heynckes will den Laden so richtig aufräumen

Heynckes: «Jeder Trainer wird mit der Erfahrung und dem Alter gelassener. Ich denke, dass wir die fünf verbleibenden Spiele in Harmonie überstehen werden. Mein Engagement ist ein Freundschaftsdienst für Bayern und für den Uli Hoeness. Ich mache das gerne. Ich glaube, dass ich mit meiner Erfahrung der Mannschaft helfen kann.»

Bayern-Manager Uli Hoeness freut sich auf seinen Kumpel Jupp. «Ich habe mit ihm bereits viele Schlachten geschlagen (Anm. der Redaktion: Bei der deutschen Fussballnationalmannschaft und bei Heynckes erster Amtszeit als Bayern-Coach von 1987 bis 1991). Auch Assistent Hermann Gerland wird Jupp Heynckes eine große Hilfe sein. Wir haben versucht, alle Reserven, die der Verein hat, zu mobilisieren. Wir fühlen uns alle in einer gewissen Aufbruchstimmung», sagt Hoeness.

Heynckes will die in letzter Zeit lethargisch wirkenden Bayern-Stars aufrütteln. «Der Zeitpunkt ist jetzt optimal. In den letzten anderthalb Tagen ist unheimlich viel auf mich eingestürzt», sagt Heynckes. Wie die Mannschaft am Samstag auflaufen werde, weiß er aber noch nicht genau. Heynckes: «Wir werden wohl ein ganz anderes Gesicht haben. Am Samstag wirkte die Mannschaft paralysiert.»

Der 63-Jährige weiter: «Es ist meine Aufgabe, dass die Mannschaft von den Fesseln befreit wird.»

Ob Heynckes der starken Worte Taten folgen lässt, sehen Sie am Samstag live auf Blick.ch im Multi-Cast. Bayerns Gegner ist übrigens Heynckes Stammverein Borussia Mönchengladbach.