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Der Bundesliga-Leader aus Hamburg leistete sich im mit fast 50000 Zuschauer besetzten Stadion, das nach seinem ehemaligen Erfolgstrainer Ernst Happel benannt ist, einen schwachen Auftritt. Einen rabenschwarzen Abend zog insbesondere Rechtsverteidiger Jerome Boateng ein. Der U21-Europameister lenkte in der 35. Minute einen Freistoss von Rapids deutschem Captain Steffen Hofmann minim ins eigene Tor ab, vor dem 0:2 (44.) stolperte er über die eigenen Beine.
Rapid schlug schon Aston Villa
Rapid, das in den Playoffs mit Aston Villa bereits einen höher dotierten Gegner bezwungen hatte, krönte die Leistung, die laut der Nachrichtenagentur APA «eine der besten einer heimischen Mannschaft auf internationalem Parkett in den vergangenen Jahren war», mit dem dritten Tor durch den eingewechselten Christopher Drazan.
Der HSV kassierte 237 Tage vor dem Europa-League-Final in der Hansestadt nach sechs Siegen in Folge die erste Niederlage. «Wir haben das Spiel verloren, weil wir zu viele individuelle Fehler gemacht haben», sagte Stürmer Mladen Petric, der als einziger Gästespieler zumindest ansatzweise Torgefahr ausstrahlte. Damit steht der HSV bereits im Heimspiel gegen Hapoel Tel Aviv, das gegen Celtic Glasgow trotz 0:1-Rückstand bis eine Viertelstunde vor Schluss überraschend noch 2:1 gewann, unter Druck.
Hertha schlittert immer tiefer in die Krise
Hertha Berlin setzte seine Baisse auch auf europäischer Ebene fort. Der nach vier Liga-Niederlagen in Serie auf den vorletzten Rang abgerutschte Verein von Lucien Favre tat sich gegen den lettischen Vertreter Ventspils, der in den Champions-League-Playoffs am FC Zürich gescheitert war, sehr schwer. Phasenweise bot die Hertha den nur knapp 13500 Fans eine desolate Vorstellung. (Si/ds)