Hertha und HSV blamieren sich

  • Publiziert: 17.09.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

Fehlstart der deutschen Vereine: Der HSV ging bei Rapid Wien mit 0:3 unter, Hertha Berlin kam gegen Ventspils nicht über ein 1:1 hinaus.

Der Bundesliga-Leader aus Hamburg leistete sich im mit fast 50000 Zuschauer besetzten Stadion, das nach seinem ehemaligen Erfolgstrainer Ernst Happel benannt ist, einen schwachen Auftritt. Einen rabenschwarzen Abend zog insbesondere Rechtsverteidiger Jerome Boateng ein. Der U21-Europameister lenkte in der 35. Minute einen Freistoss von Rapids deutschem Captain Steffen Hofmann minim ins eigene Tor ab, vor dem 0:2 (44.) stolperte er über die eigenen Beine.

Rapid schlug schon Aston Villa

Rapid, das in den Playoffs mit Aston Villa bereits einen höher dotierten Gegner bezwungen hatte, krönte die Leistung, die laut der Nachrichtenagentur APA «eine der besten einer heimischen Mannschaft auf internationalem Parkett in den vergangenen Jahren war», mit dem dritten Tor durch den eingewechselten Christopher Drazan.

Der HSV kassierte 237 Tage vor dem Europa-League-Final in der Hansestadt nach sechs Siegen in Folge die erste Niederlage. «Wir haben das Spiel verloren, weil wir zu viele individuelle Fehler gemacht haben», sagte Stürmer Mladen Petric, der als einziger Gästespieler zumindest ansatzweise Torgefahr ausstrahlte. Damit steht der HSV bereits im Heimspiel gegen Hapoel Tel Aviv, das gegen Celtic Glasgow trotz 0:1-Rückstand bis eine Viertelstunde vor Schluss überraschend noch 2:1 gewann, unter Druck.

Hertha schlittert immer tiefer in die Krise

Hertha Berlin setzte seine Baisse auch auf europäischer Ebene fort. Der nach vier Liga-Niederlagen in Serie auf den vorletzten Rang abgerutschte Verein von Lucien Favre tat sich gegen den lettischen Vertreter Ventspils, der in den Champions-League-Playoffs am FC Zürich gescheitert war, sehr schwer. Phasenweise bot die Hertha den nur knapp 13500 Fans eine desolate Vorstellung. (Si/ds)

Zwei zusätzliche Schiri-Assistenten

(Noch) ruhig blieb es am ersten Spieltag der aufgestockten und umbenannten Europa League um das System mit zwei zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten. Gewöhnungsbedürftig war die Neuerung deshalb, weil das von Uefa-Präsident Michel Platini unterstützte Novum zu einigen skurrilen Szenen führte. Bei Angriffen der eigenen Mannschaft sah der Goalie den zuvor hinter dem Tor postierten Assistenten neben sich auf der Seite des Strafraums stehen und sofort weichen, wenn sich der Ball wieder zurückbewegte. Aufgabe der vier «zusätzlichen Augen», die bis zum Ende der Gruppenphase in sämtlichen 144 Partien beobachten werden, war und ist es, das Ziehen am Trikot, Handspiel, «Schwalben» oder andere Unregelmässigkeiten im Strafraum per Funk dem Referee zu melden.

Fulham nur Remis gegen Sofia

Fulhams Ersatzkeeper David Stockdale rettete seinem Team beim Auftakt zur Europa League bei CSKA Sofia einen Punkt.

Mit grossartigem Reflex verhinderte er kurz vor Schluss das Siegtor der Bulgaren. Nach Toren von Michel («Platini») und Kamara endete die Partie 1:1. Wie schon am Samstag in der Meisterschaft gegen Everton zog Fulhams Coach Roy Hodgson David Stockdale dem Schweizer Pascal Zuberbühler vor, um den verletzten Stammtorhüter Schwarzer zu ersetzen.

Nach diesem Remis ist der FC Basel nach seinem 2:0 gegen die AS Roma erster Leader der Gruppe E. In der nächsten Runde gastieren die Schweizer bei Fulham, während die AS Roma Sofia empfängt.