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In Argentinien steht nach der bisher harzig verlaufenen WM-Quali nicht nur Nationaltrainer Diego Maradona arg in der Kritik. Auch Superstar Lionel Messi (22) steht in der Gunst der Fans nicht mehr zuoberst.
In einer Umfrage der Online-Ausgabe der Zeitung «Clarin» fordern 61 Prozent der Fans, dass Messi im «Endspiel» gegen Uruguay (in der Nacht auf Donnerstag) auf der Ersatzbank Platz nehmen soll.
Maradona hält zu seiner Nummer 10
Argentinien verliert die Geduld mit seinem liebsten Kind. Nach dem dramatischen 2:1-Sieg gegen Peru titelte «La Nacion»: «Nichts Neues, Messi enttäuscht». Für das Sportblatt «Olé» war Messi gar der schlechteste Spieler auf dem Platz. Messi übernehme keine Verantwortung und vergeude sein Talent.
Nur sein Trainer hält noch zu ihm. Maradona verteidigt seine Nummer 10: «Die Kritiken gehen bei mir zum einen Ohr rein und zum anderen raus.»
Ist Messi ein Grosser?
Während «La Pulga», der Floh, bei Barcelona regelmässig die Massen begeistert, warten die Fans in Argentinien weiterhin sehnlichst auf eine Messi-Gala in Weissblau.
Damit Messi brillieren kann, so glauben argentinische Fussballbeobachter, brauche er eine funktionierende Mannschaft, was das Nationalteam ihm im Moment aber nicht bieten kann. Das kann auch als Seitenhieb gegen Trainer Maradona verstanden werden.
Im «Endspiel» gegen Uruguay kann Messi beweisen, dass er ein grosser Spieler für grosse Spiele ist. Erzwingt er eine entscheidende Szene – zu einer solchen ist er in jedem Spiel fähig – und schiesst die «Albiceleste» nach Südafrika an die WM, dann hätten ihn auch alle wieder lieb. (msc)