WM-Qualifikation Deutschland dank Busacca – Italien dank Gilardino

  • Publiziert: 10.10.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Luca Keusen

MOSKAU - Deutschland siegt in Moskau mit 1:0 und sichert sich die direkte Qualifikation für die WM in Südafrika. Aber: Massimo Busacca verweigert Russland einen klaren Penalty.

Das Spiel startet harzig und kampfbetont. Nach einer halben Stunde die erste Chance: Ein Freistoss von Zhirkov streift nur hauchdünn über das Tor von Adler. Dann drehen die Russen auf, wenig später scheitert Bystrov am herausstürmenden Goalie.

Doch ausgerechnet in der ersten Druckphase der Russen geht Deutschland in Führung. Miroslav Klose kann nach einer klasse Kombination über Podolski und Özil aus wenigen Metern einschiessen (34.).

Nach der Pause drängen die Russen vehement auf den Ausgleich. Viel Arbeit für den deutschen Keeper René Adler, der ganz stark pariert. Doch auch die Löw-Mannschaft bleibt gefährlich. Özil haut in der 58. Minute das Leder an die Latte.

Busacca verweigert Russland einen Penalty

In der 69. Minute muss Jerome Boateng nach der zweiten wüsten Grätsche völlig zu recht mit Gelb-Rot unter die Dusche. Deutschland zittert sich über die Zeit.

Massimo Busacca, der das brisante Spiel im Luschniki-Stadion in Moskau pfeift, hat alles im Griff. Eine fehlerlose Leistung – bis zur 88. Minute. Da hätte der Tessiner den Russen einen Penalty zustehen müssen!

Bystrov wird von Friedrich von den Beinen geholt, ein glasklares Foul. Doch der Pfiff bleibt aus, Deutschland fährt an die WM – dank Busacca. Russland muss in der Barrage um einen WM-Platz kämpfen.

Italien dank Tor in der 90. Minute

Weltmeister Italien benötigte in Irland mindestens ein Unentscheiden zur direkten Qualifikation. Und das Lippi-Team holt den Punkt in allerletzter Minute.

Alberto Gilardino gleicht in der 90. Minute zum 2:2 aus, nachdem Sean St. Ledger Trappatonis Iren in der 87. Minute noch 2:1 in Führung brachte.

Portugal hat wieder Hoffnung

Portugal lässt gegen Ungarn nichts anbrennen und gewinnt 3:0. Dank den Toren von Simão (2) und Liedson können sich die Lusitaner mit einem Sieg am Mittwoch gegen Malta für die Barrage qualifizieren.

Einziger Wehmutstropfen: Cristiano Ronaldo muss bereits in der 27. Minute ausgewechselt werden. Den Real Madrid-Star plagen Knöchelbeschwerden.

Türkei nicht dabei

Die Türken haben überraschend den Barrage-Platz verpasst und werden die WM am TV mitverfolgen müssen. Bosnien-Herzegowina schnappte sich den zweiten Rang hinter Spanien nach einem 2:0 in Estland. Die Bundesliga-Legionäre Edin Dzeko (Wolfsburg) und Vedad Ibisevic (Hoffenheim) trafen für die Equipe von Trainer Miroslav Blazevic.

Diese Teams sind bereits für die WM 2010 qualifiziert

Australien
Brasilien
England
Ghana
Holland
Japan
Nordkorea
Paraguay
Spanien
Südafrika
Südkorea
Deutschland
Elfenbeinküste
Dänemark
Serbien
Italien
Chile
Mexiko
USA

Doumbia spielte nicht

Die Elfenbeinküste hat sich als drittes afrikanisches Team nach Ghana und Gastgeber Südafrika für die WM qualifiziert. YB-Goalgetter Seydou Doumbia sass beim 1:1 gegen Malawi auf der Ersatzbank.

Frankreich muss in Barrage

Frankreich muss trotz eines 5:0-Sieges über die Färöer-Inseln in die Barrage. Die Tore erzielten Gignac (2), Gallas, Anelka und Benzema. Direkt qualifiziert ist Gruppensieger Serbien, keine Chance mehr hat Österreich.