Das meint BLICK zu den neuen WM-Plänen 48 Teams? Warum nicht!

Während die Uefa die Champions League immer elitärer machen will, den Topklubs noch mehr Fixplätze zuspricht, denkt die Fifa darüber nach, das WM-Teilnehmerfeld auszubauen. Das kann inspirierend sein, meint BLICK-Sportchef Felix Bingesser.

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BLICK-Sportchef Felix Bingesser.

Der europäische Fussballverband wird heute die neuen Regeln für die Teilnahme an der Champions League der Saison 2018 festlegen. Die grossen Ligen haben neu vier fixe Startplätze. Die Hürde für Klubs aus kleineren Fussballnationen wird grösser. Die direkte CL-Qualifikation für den Schweizer Meister wird ab 2018 Geschichte sein.

Fussball-Romantiker und Puristen bedauern das. Erstaunlich ist es nicht. Wenn es ums Geld geht, hatte die Solidarität schon immer Grenzen. Klar: Die Leute wollen Bayern, Real, Barcelona und Manchester. Nicht Ludogorets und Legia Warschau. Und nur beschränkt den FC Basel.

Ronaldo und Messi spülen die Millionen in die TV-Kasse. Es ist darum nachvollziehbar, dass die Topklubs immer mehr vom Kuchen für sich beanspruchen. Und unter sich sein wollen. Bedauerlich ist es aus neutraler Sicht trotzdem.

Der Motor wird frisiert, bis er explodiert. Bis der Kreis der Teilnehmer so elitär ist, dass es auf Dauer langweilig wird. Und sich die Fans abwenden. Denn auch der Fussball lebt von der Vielfalt, von der Exotik.

Darum ist es zu kurz gegriffen, wenn man bei den neuen Fifa-Plänen reflexartig den Kopf schüttelt.

Ein WM-Turnier mit 48 Mannschaften? Warum nicht! Alle vier Jahre auch ganz kleine Fussballnationen im Fokus. Andere Fussballkulturen, andere Spielweisen. Das kann auch inspirierend sein.

Der Makel: Auch hier ist die Motivation vermarktungstechnischer Natur. Noch mehr Fernsehverträge, noch mehr Geld.

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016

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24 Kommentare
  • Roland  Wyler 09.12.2016
    Als WM müssten eigentlich die 20 besten Nationalmannschaften übers Jahr eine Hin und Rückrunde spielen. Ende Saison steht dann der Weltmeister fest. Die nächsten 20 Teams in einer 2ten WM Liga mit auf und Abstieg. 3 te und 4 te WM Liga usw bis alle 180 Teams. Zusätzlich Freundschaftsspiele quer Beet.
  • Roger  Hausherr 09.12.2016
    Die ganze CL, EL und Qualifikationsspiele und SL finde ich je länger desto weniger interessant. Früher habe ich definitiv mehr Fussball im TV geschaut. Es gab weniger Übertragungen, heute ist man übersättigt. Ich hoffe, dass die Länder welche nicht mehr an der CL teilnehmen, die Spiele nicht mehr übertragen. Auch das SRF sollte sich davon trennen. Ausser es spielen Schweizer Teams. Warum Geld ausgeben, um den Geldwahn noch hochzutreiben. Nein Danke. Und an der WM waren früher die Besten dabei.
  • Paul  Neidhart aus Zürich
    09.12.2016
    offensichtlich gehts nur noch um Geld generieren. Infantino macht blatterlike weiter. die EM war schon nix jetzt also auch die WM :-(
  • Alessandro   Del Piero 09.12.2016
    Für was gibt noch eine Qualifikation (die jetzt schon sehr langweilig ist und kaum Zuschauer generiert) wenn bald alle an eine EM/WM gehen können und die Gruppenphase schon vor dem ersten Spiel entschieden ist, Top Länder mit der B Mannschaft ohne Mühe Die Gruppe gewinnen. Die CL ist halt einfach auch besser mit denn stärksten Teams, für die schwächeren ist die EL. Was aber unbedingt besser gemacht werden muss ist die Geldverteilung zwieschen CL und EL sonst wird die Schäre noch grösser.
  • P  Kern aus Zürich
    09.12.2016
    Wir wollen nur die besten der besten Fussball Teams an einer WM und EM sehen. Das sollte auch der Grundgedanke einer WM sein. Wenn zu viele kleine, exotische und vor allem schlechtere Mannschaften mitspielen, dann sinkt das Niveau drastisch ab oder hat echt jemand das Gefühl, dass Mannschaften wie Deutschland, Spanien oder Belgien in einem Vorrundenspiel alles geben werden um einen Fussballzwerg zu schlagen ? Sicher nicht, die werden ihre Energie sparen und das nötigste tun.