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Englands Trainer Fabio Capello weht im Mutterland des Fussballs ein böser Gegenwind entgegen. Nach dem 4:1-Desaster gegen Deutschland im WM-Achtelfinal forderte die Presse vehement einen Neuanfang.
Doch der italienische Trainer Capello lässt im EM-Quali-Auftakt gegen Bulgarien (ab 21.00 Uhr im Blick.ch-Ticker) acht WM-Kicker auflaufen. Mit den verletzten Terry und Lampard wären es sogar 10 WM-Starter gewesen. Lediglich Goalie Joe Hart steht anstatt David James zwischen den Pfosten. Das sorgt für Kritik. «Und das soll ein Neuanfang sein?» klagt die «Sun», die täglich Giftpfeile in Richtung Capello abschiesst.
Kommt auch noch Beckham zurück?
Nach dem peinlichen WM-Out meinte Capello lapidar zur Personalsituation: «Ich ändere ein bisschen was, aber nicht viel. Die besten jungen Spieler sind unter 21. Ich hoffe, sie werden in sechs Monaten bereit sein. Zwei bis drei Spieler werden wir für die Euro-Qualifikation schon finden.» Bis jetzt sieht es noch nicht danach aus.
Dafür plant Oldie-Beckham sein Comeback nach seinem Achillessehnenriss. Zuerst am 11. September bei seinem US-Verein Los Angeles Galaxy, danach will er wieder für England auflaufen. Zuerst schloss Capello eine Rückkehr Beckhams ins englische Nationalteam kategorisch aus. Grund: Becks, 115-facher Nationalspieler, sei zu alt. Von dieser Aussage wich der Engländer mittlerweile ab. «Die Türe ist für Beckham immer offen», sagt Capello.
Ist der Ruf erst ruiniert...
Aber auch Beckhams mögliche Rückkehr würde das miese Image von Capello in der englischen Presse nicht ändern. Siege müssen her! Der Italiener reagiert genervt auf all die Kritik: «Ich wurde zum Gott hochgejubelt und jetzt soll ich ein Monster sein? Nein! Das ist mein Team. Wir schulden nur den Fans etwas, die hinter uns stehen. Die englischen Fans sind die besten der Welt.»
Ob die Fans auch nach einem möglichen EM-Quali-Fehlstart gegen Bulgarien und die Schweiz hinter dem Team (und dem Trainer) stehen würden?
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Unzufrieden: Capello nervt sich über die englische Presse. (Reuters)