Xhaka zum Bruderduell: «Schwer, gegen sein eigenes Blut zu spielen»

Zwei Brüder, zwei Nationen, ein Spiel: Granit und Taulant Xhaka müssen an der EM gegeneinander ran. So sehen sie das Duell.

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Bundesliga

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Bayern 34 80:17 88
2 Dortmund 34 82:34 78
3 Leverkusen 34 56:40 60
4 Gladbach 34 67:50 55
5 Schalke 34 51:49 52
6 Mainz 34 46:42 50
7 Hertha BSC 34 42:42 50
8 Wolfsburg 34 47:49 45
9 1. FC Köln 34 38:42 43
10 Hamburg 34 40:46 41
11 FC Ingolstadt 34 33:42 40
12 Augsburg 34 42:52 38
13 Bremen 34 50:65 38
14 SV Darmstadt 98 34 38:53 38
15 Hoffenheim 34 39:54 37
16 Frankfurt 34 34:52 36
17 Stuttgart 34 50:75 33
18 Hannover 34 31:62 25
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Wir sind im EM-Jahr – und der 11. Juni rückt näher und näher. Der Tag X, den die Schweizer und die Albaner gleichermassen herbeisehnen, wenn die beiden Nationalmannschaften im jeweils ersten EM-Spiel in Lens aufeinandertreffen.

Bei den beiden Xhaka-Brüdern hält sich die Vorfreude in Grenzen. Die Doppelbürger müssen gegen ihre zweite Heimat antreten. «Das wollte ich auf gar keinen Fall noch mal erleben», gab Gladbach-Captain Granit (23) unlängst unumwunden zu.

Bereits zweimal musste er mit der Schweizer Nati gegen Albanien antreten: In der WM-Quali 2014 gabs einen 2:0- und einen 2:1-Sieg für Rot-Weiss. Sein älterer Bruder Taulant war damals noch nicht dabei.

«Mein Bruder kennt das Gefühl nicht, wie es ist, wenn man gegen eine Nation spielt, der man viel zu verdanken hat. Ich kenne das. Es ist ehrlich gesagt ein Scheissgefühl», gibt Granit der «Sport BILD» jetzt Einblick in seine Gefühlswelt.

Und fährt fort: «Es war sehr emotional. Viele Leute haben nicht verstanden, warum ich mich damals für die Schweiz entschieden habe. Es tat weh, von meinen Landsleuten ausgepfiffen und teilweise sogar beleidigt zu werden.»

Auch für die Eltern Ragip und Eli wird dieser 11. Juni ganz speziell. Ihre beiden Söhne werden zu Gegnern. «Ich bin der stolzeste Papa der Welt. Jetzt bin ich eben neutral», meint Vater Ragip dazu.

Und auch Nati-Star Granit sagt: «Zum Glück haben sie zusammen vier Hände. Da drückt jeweils eine Hand für mich die Daumen und eine für Tauli. Es ist nicht ganz einfach für sie, ganz klar. Da schlagen zwei Herzen in ihrer Brust.»

Die beiden Brüder müssen «versuchen, für 90 Minuten beide Augen zuzumachen.» Schliesslich sei es schwer, «gegen sein eigenes Blut zu spielen.» (fan)

Publiziert am 06.01.2016 | Aktualisiert am 06.01.2016

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23 Kommentare
  • Ulrich  Schwab 06.01.2016
    Das ist absolut keine professionelle Einstellung. Dieser Typ gehört nicht nominiert.
  • Concolor  Shalako 06.01.2016
    Gegen das eigene Blut spielen.. Eine sehr dumme Aussprache. Jeder Mensch hat anders Blut auch die Xhaka Brüder.
  • Corvus  frugilegus aus Feldhausen
    06.01.2016
    Wen einer der Betroffenen wirklich gesagt haben soll: "Schwer gegen sein eigenes Blut zu spielen", lässt dies leider tief blicken. Hört doch auf mit dieser patriotischen Gefühlsduselei - und werdet bitte reife Erwachsene.
  • Max  Swisslee aus Merenschwand
    06.01.2016
    Lasst diese Jungs auf der Bank. Es gibt sonst nur Verlierer.
  • Peter  Stierli aus Geroldswil
    06.01.2016
    Man sollte dieses Thema nicht überbewerten, es geht doch nur um ein Fussballspiel. Ich musste als kleiner Junge manchmal auch gegen mein eigenes Blut Fussball spielen, mein Bruder und ich mögen uns heute noch.