Rudi Assauer über Schwule im Fussball «Schwule sollen sich im Fussball nicht outen»

  • Publiziert: 11.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Raphael Fiore

Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer (65) spricht Klartext. Für ihn haben schwule Kicker oder Schiris nichts im Fussball zu suchen.

Im «Express» palavert Dauerpaffer Assauer über den seit Wochen tobenden Sex-Skandal zwischen dem einstigen Schiri-Sprecher Manfred Amerell und Referee Michael Kempter und allgemein darüber, ob Schwule professionell Fussball spielen sollten.

Sein knallharte Aussage: «Schwule sollen sich nicht outen, sonst werden sie plattgemacht. Von ihren Mitspielern und von den Leuten im Stadion. Diese Hetztjagd sollte man ihnen ersparen.»

Auch der Schiri-Skandal beschäftigt ihn: «Man sieht ja an dem jetzigen Skandal, was passiert: Herr Amerell kann sich nicht mehr auf die Strasse trauen, Herr Kempter wird wohl nie mehr ein Spiel pfeifen, und der vormals exzellente Ruf des DFB ist schwer beschädigt».

Assauer stellt zwar klar, dass er nichts gegen Homosexuelle hat, aber fügt hinzu: „In anderen Sportarten mag das vielleicht gehen, aber im Fussball funktioniert das nicht.»

Einen schwulen Fussballer hat der Ex-Manager zwar nie kennengelernt, dafür einen schwulen Masseur: «Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist.» Dem riet er folgendes: „Such dir einen neuen Job.»

Rudi Assauer

Taktgefühl war noch nie Rudi Assauers Stärke. Der ehemalige langjährige Manager von Schalke 04 lieferte sich zahllose verbale Gefechte mit anderen Fussball-Protagonisten wie etwa Uli Hoeness oder Rudi Völler. Nach seinem ruhmlosen Rücktritt 2006 sorgt der Übermacho immer wieder für Schlagzeilen.

2009 griff er seine Ex Simone Thomalla tätlich auf Sylt an, als Frauenversteher geht der Deutsche sicherlich nicht in die Geschichte ein. Auch nicht als Freund von Schwulen im Fussball.