Schwere Vorwürfe von Ex-Spieler Dominguez «In Gladbach gibt es keine Menschlichkeit»

Alvaro Dominguez beendete am Dienstag im Alter von 27 Jahren seine Karriere. Anhaltende Rückenschmerzen zwangen ihn dazu. Jetzt gibt er den Gladbach-Ärzten die Schuld dafür.

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12 Augsburg 16 13:17 18
13 Wolfsburg 16 15:24 16
14 Gladbach 16 15:25 16
15 Bremen 16 20:34 16
16 Hamburg 16 14:31 13
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18 SV Darmstadt 98 16 11:30 8
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Schon im Alter von 27 Jahren ist sie vorbei: die Fussball-Karriere von Alvaro Dominguez. Der Ex-Gladbach-Spieler entschied sich am Dienstag schweren Herzens dazu, seine Profi-Schuhe an den Nagel zu hängen. 

«Es ist keine schöne Nachricht. Ich bin mit 27 Invalide», sagt der Spanier in einer Videobotschaft auf seinem Twitter-Profil. Zu stark seien die Rückenschmerzen. 

Heute spricht Dominguez bei der spanischen Sportzeitung «Marca» frei von der Leber weg – und erhebt schwere Vorwürfe gegen Borussia Mönchengladbach

Die Teamärzte hätten ihm das Ausmass seiner Verletzung absichtlich verheimlicht. Bereits im Februar 2015 begann der Leidensweg des ehemaligen Atlético-Spielers.

Und obwohl die Qualen von Tag zu Tag schlimmer wurden, habe sein Arbeitgeber gefordert, dass er spiele. «Auf dem Rasen war ich Profi, ausserhalb ein Invalide. Die Borussia hat meine Karriere zerstört!», so Dominguez. 

Als er dann im November 2016 auf eigene Faust Rat vom Sportmedizin-Experten Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in München beizog, wars zu spät. «Er untersuchte mich und sagte, es sei sehr kompliziert.»

Der Innenverteidiger und Ex-Mitspieler des Schweizer Trios Sommer, Elvedi und Drmic ist den Tränen nahe und sagt: «In Gladbach gibt es keine Menschlichkeit.» 

Für den 27-Jährigen, der seit Sommer 2012 in 106 Partien für die Fohlen agierte, ist die Sache aber noch nicht abgehakt. Er droht, Gladbach vor Gericht zu ziehen. «Ich prüfe alle Optionen und habe gute Anwälte in Deutschland.» Alles solle ans Licht kommen.

Die Antwort der Vereinsseite lässt nicht lange auf sich warten. Borussia-Sportchef Max Eberl bezieht auf Twitter Stellung: «Alvaro erhebt leider schwere Vorwürfe, die wir weder verstehen noch nachvollziehen können.» Man könne die Emotionen des Spaniers in dieser Situation zwar verstehen, «aber ich kann so viel sagen, dass unser Ärzte-Team medizinisch alles Menschenmögliche getan hat, um ihm zu helfen.» (sag)

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 10.12.2016

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5 Kommentare
  • drafi  schweizer aus berg
    08.12.2016
    ich sage es immer wieder, Nachtreten ist das mieseste was es gibt, wenn es denn so gewesen sein sollte, warum ist er nicht schon vor einem Jahr als das Problem akut wurde mit solchen Emotionen zu Sportchef Eberl gegangen, oder gleich zu Müller-Wolfahrt, ich nehme mal an es ist der ganze Frust der jetzt zu wirken beginnt, wenn er sich alles nochmals überlegt hat wird dann alles nur noch halb so heiss gegessen, trotzdem alles gute Dominguez, das Leben geht weiter, er ist noch Jung für einen Beruf
  • Enri  Co 08.12.2016
    Und noch schnell ein bisschen Schmerzensgeld absahnen. Mein Mitleid für Dominguez hat sich grad schlagartig minimiert.
  • Tashunka  Blue aus Watt
    08.12.2016
    Diese Aussage ist im Frust daher gesagt, und absolut nur emotionell. Gladbach ist sehr wohl menschlich. Genau DAS,... ist es ,was diesen Verein so sympathisch macht. Hennes Weisweiler leider viel zu früh verstorbener Übervater und Erfolgstrainer von Gladbach würde sich wundern ob dieser Aussage von Dominguez