Bayern neuer Leader Ribéry-Hammer versenkt HSV

  • Publiziert: 28.02.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

Im Spitzenkampf der 24. Bundesligarunde gewinnt Bayern München gegen den Hamburger SV 1:0 und übernimmt die alleinige Tabellenführung. Das entscheidende Tor erzielt Franck Ribéry.

Lange Zeit beisst die Bayern-Offensive gegen den HSV auf Granit. Die norddeutsche Abwehr sitzt sattelfest. Da packt Supertechniker Franck Ribéry in der 78. Minute den Vorschlaghammer aus.

Die französische Zaubermaus lässt erst mit einer Körpertäuschung Gegenspieler Guy Demel alt aussehen, um dann das Leder gnadenlos mit 112 km/h in die Maschen zu hämmern. Der erlösende Siegestreffer!

Der Rekordmeister profitiert von Leverkusens Stolperer gegen Köln (0:0) und ist nach dem 1:0-Sieg erstmals in dieser Saison alleiniger Tabellenführer der Bundesliga.

Im zweiten Sonntagsspiel gewinnt Wolfsburg im Niedersachsen-Derby bei Hannover ebenfalls 1:0. Das goldene Tor für den amtierenden Meister, bei dem erneut der junge Schweizer Marwin Hitz das Tor hütet, schiesst Zvjezdan Misimovic. Bei Hannover sitzt Mario Eggimann nur auf der Bank. (msc)

VfB und Gross auf dem Vormarsch

Der VfB Stuttgart und sein Trainer Christian Gross brauchen sich dieser Tage keine Sorgen zu machen. Die Schwaben haben ja Cacau im Sturm. Am letzen Wochenende gegen Köln (5:1) netzte er gleich viermal ein, traf unter der Woche auch gegen beim 1:1 gegen das grosse Barcelona.

Auch gegen Eintracht Frankfurt (mit Christoph Spycher) ist Cacau wieder zur Stelle. Keine zwei Minuten nach dem 0:1 durch Benjamin Köhler (39.) gleicht der 28-Jährige per Kopf für den VfB aus.

Noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ist das Spiel gekehrt. Cacau doppelt nach, erzielt mit seinem zweiten Torschuss des Tages, ein strammer Schuss aus rund 20 Metern, seinen zweiten Treffer zum 2:1.

Es sind die Tore sechs und sieben für den deutschen Internationalen mit brasilianischen Wurzeln innerhalb einer Woche.

Stuttgart verpasst im zweiten Durchgang Chancen zuhauf, wird aber nicht mehr bestraft. Die Gross-Truppe klettert in der Bundesliga-Tabelle auf Platz 8 (34 Punkte), kommt bis auf einen Punkt an Frankfurt (Platz 7) heran und kann wieder internationale Ambitionen hegen..

In den anderen Spielen des Tages kann Kellerkind Nürnberg nach dem 0:0 in Bochum einen Punkt mit nach Hause nehmen. Albert Bunjaku wird in der 87. mit einer Ampelkarte vom Platz gestellt.

Auch Freiburg gewinnt im Abstiegskampf beim 1:1 bei Borussia Mönchengladbach einen Punkt in der Fremde. Hertha Berlin (mit Fabian Lustenberger) muss dagegen beim 0:2 gegen Hoffenheim einen bösen Rückschlag einstecken. Werder Bremen siegt in Mainz 2:1.

Im Abendspiel kommt Leader Bayer Leverkusen (mit Eren Derdiyok und bis 75. Tranquillo Barnetta) im Rheinderby gegen Köln nicht über ein 0:0 hinaus. Dennoch knackt der Pillenklub einen historischen Bundesliga-Rekord: 24 Spiele ohne Niederlage. In der Saison 1988/89 blieb Bayern München 23 Mal ungeschlagen.

Bayern München kann am Sonntag zu Hause mit einem Sieg im Spitzenkampf gegen den HSV die alleinige Tabellenführung übernehmen. (msc)

Revierderby: Rakitic vom Sündenbock zum Helden

Dortmund will im Freitagabend-Spiel in der Bundesliga mit einem Sieg bis auf drei Punkte an Erzrivale Schalke herankommen. Die Gelbschwarzen gehen durch einen Sahin-Penalty auch in Führung, aber Höwedes und Rakitic können das Spiel für Schalke noch kehren. Die «Königsblauen» gewinnen vor 61673 Zuschauern das 135. Revierderby 2:1.

Die erste Halbzeit ist mehr Abnützungskampf als feine Fussballkost. Einzig ein Bordon-Kopfball (27.), den Zidan auf der Linie klärt, sorgt für Aufregung.

Der zweite Durchgang beginnt dafür mit einem Knall. Rakitic tritt wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff dem Dortmunder Valdez im Strafraum auf den Fuss, was der Schiri als penaltywürdig erachtet. Sahin verwandelt den Penalty (47.) souverän zur Dortmunder Führung.

Schalke erhöht nach rund einer Stunde das Tempo. Der Ausgleich in der 66. ist dann ein irres Ding! Höwedes nickt nach einem Schmitz-Freistoss völlig unbedrängt per Kopf aus einem unmöglichen Winkel in die nahe Ecke zum 1:1 ein. Dortmund-Goalie Weidenfeller sieht unglücklich aus.

In der 83. kann die Dortmunder Abwehr einen harmlosen Angriffsversuch der Schalker nur ungenügend klären. Der 21-jährige Rakitic nutzt den Freiraum und schlenzt die Kugel aus 18 Metern ins hohe Eck. Der Ex-Basler Ivan Rakitic verwandelt sich vom Sündenbock zum Helden von Gelsenkirchen.

Dortmund bleibt auf dem 5. Platz (39 Punkte), während Schalke (48 Punkte) mit dem Derbysieg am Führungsduo Bayern München und Bayer Leverkusen (beide 49) dranbleibt . (msc)

Acht Verletzte

Bei der Partie Bochum – Nürnberg (0:0) kommt es am Samstag zu einem schweren Zwischenfall. Vor dem Anpfiff des Spiels werden acht Personen zum Teil schwer verletzt, als im Block der Nürnberg-Fans bengalische Feuer abgebrannt wird. Dabei wird die schwer zu löschende Substanz Magnesiumpulver benutzt. (Si)
play Ivan Rakitic – der Derby-Held von Gelsenkirchen.