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Die Begegnung im DFB-Pokal gegen 1860 München wäre gerade recht für Hertha BSC gekommen, um sich aus der Krise zu ballern. Doch dann das: Die Berliner verlieren gegen den Zweitligisten 3:6 nach Penaltyschiessen und fliegen raus!
Medien-Haue nach unglücklicher Äusserung
Nach Spielschluss äussert sich Lucien Favre zum Spiel: «Es war keine Niederlage. Es war ein 2:2! Wir haben im Elfmeterschiessen verloren. Ich habe nichts zu kritisieren, bin optimistisch. Weiter so.» Ein gefundenes Fressen für den deutschen Presse-Wald, der Favre immer dicker auf seine Abschussliste setzt. «Der Trainer-Blödsinn des Jahres» titelt die «Bild». Und zweifelt daran, ob man Favre noch ernst nehmen könne.
Rechtsradikale Hetzkampagne!
Noch weiter geht ein deutsches Privatradio, das am heutigen Freitagmorgen die Hörer fragt, ob die rechtsradikale Partei «NPD» Lucien Favre nach Hause schicken soll? Ein geschmackloser Gag stark an der Grenze zum Rassismus!
Zur Erklärung: Die «NPD» verschickt Briefe an Politiker mit ausländischem Hintergrund und fordert diese auf, Deutschland zu verlassen. Nun soll auch Favre solch einen Brief erhalten.
Favre muss den Kopf hinhalten
Schwere Zeiten für den Schweizer Coach. Dabei ist er längst nicht alleine für den Absturz der Hertha verantwortlich: Denn der Verein ist auf massivem Sparkurs, die wichtigsten Torjäger mussten das Team verlassen.
Es bleibt für den Romand zu hoffen, dass die Hertha bald auf die Siegesstrasse zurückkehrt. Die nächsten Spiele verheissen wenig Gutes: Am Sonntag muss Hertha zu Hoffenheim, danach fliegt man im Rahmen der Europa League zu Sporting Lissabon, bevor in der Bundesliga der HSV wartet.
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Wie lange bleibt er noch Hertha-Trainer? (AP)