Muss Lehmann nach Skandal-Rot um Job zittern?

  • Publiziert: 14.12.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Heiko Ostendorp

Christian Gross ist erst seit rund einer Woche Cheftrainer beim VfB Stuttgart. Doch sein Torhüter macht dem Zürcher jetzt schon Kopfschmerzen!

Ohne den 40-jährigen Goalie hätte der VfB Stuttgart beim Bundesliga-Debüt von Christian Gross in Mainz wohl gewonnen. Bis zur 90. Minute führt die Gross-Truppe durch ein Tor von Pogrebnjak mit 1:0.

Aber es kommt anders. Völlig unnötig tritt der Star-Goalie seinem Gegenspieler Bancé auf den Fuss, rempelt ihn leicht weg. Auch wenn sich Bancé theatralisch fallen lässt, hat Lehmann den anschliessenden Platzverweis alleine für seine Dummheit verdient. Den fälligen Penalty verwandelt Polanski zum 1:1- Endstand.

Wie weiter?

Wie geht es jetzt weiter mit Lehmann, der auch noch eine Geldstrafe von 60 000 Franken für «vereinsschädigende Äusserungen» zahlen soll (im BLICK) und sich bislang weigert dies zu tun?

Gross verspricht: «Ich werde die Situation sehr intensiv mit ihm analysieren. Auch wenn er provoziert wurde und es eine Stresssituation war, hat er falsch reagiert.»

Und dann sagt der Höngger Polizistensohn einen Satz, der Lehmann aufhorchen lassen sollte: «Der Mannschaftserfolg steht über allem.»

Heisst: Wer den Erfolg gefährdet, fliegt raus. Und damit sitzt Jens Lehmann auf dem heissen Stuhl von Christian Gross!