Presseschau «Lucien Favre ist am Ende»

  • Publiziert: 28.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012

BERLIN - Der Absturz von Hertha BSC geht weiter und die Pressestimmen in Deutschland werden deutlicher. Allerdings fordern nicht alle Favres Abgang.

Für die «Bild» ist der Fall klar: «Jetzt muss auch der letzte Hertha-Fan begreifen: Favre ist am Ende!» Und weiter: «Wenn nicht freiwillig, dann muss Manager Preetz handeln und ihn entlassen.» Klare Worte.

Allerdings räumt auch die «Bild» ein, dass Favre nicht alleine die Schuld für die Misere trägt. Es schwingt gar ein Anflug von Erbarmen mit: «Selbst, wenn es manchem leid tun mag um den sympathischen Schweizer. Selbst, wenn ihm viele noch dankbar sind für die tolle letzte Saison. Aber der Super-GAU rückt jeden Spieltag näher.»

Die «Berliner Zeitung» titelt: «Lucien Favre ist am Ende», die «Berliner Umschau» bezeichnet die Herthaner als «Luschen», die auf dem Platz agieren «wie eine Gruppe von Fussball-Schülern», der «Tagesspiegel» greift das Wahlwochenende auf: «Hertha desolat wie die SPD» und begrüsst schadenfreudig: «Herzlich willkommen im Abstiegskampf!»

SportBild: «Favre raus – der falsche Weg»

Während viele Zeitungen einen Trainer-Rauswurf fordern, gibt es auch andere Stimmen. «SportBild» findet: «Favre raus – der falsche Weg.» Der Mannschaft fehle einfach Qualiät. Das sei auch – aber nicht allein Favres Schuld. Deshalb wäre der branchenübliche Reflex, den Trainer rauszuschmeissen, nun der falsche.

Fazit des «SportBild»-Kommentars: «Hertha fehlt ohnehin das Geld, jetzt einen teuren Nachfolger zu holen. Warum auch? Favre hat bewiesen, dass er ein Guter ist. Jetzt ist es an der Hertha, ihm das mit Vertrauen zurückzuzahlen.» (sau)

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